„Besser geht es nicht“

von Redaktion

Einst hat er selbst für Rosenheim gespielt, an der Bande war Axel Kammerer bislang nur als Gegner im Rosenheimer Eisstadion. Bei seinen Stationen in Bad Tölz und Schwenningen, beim SC Riessersee und nun beim EV Landshut war dies der Fall.

Rosenheim – Kammerer gastiert am morgigen Freitag mit Landshut erneut bei den Starbulls (Spielbeginn ist um 19.30 Uhr im Emilo-Stadion). Warum diese Paarung nie langweilig wird, was er von der Oberliga im aktuellen Format hält und warum er mit Rosenheim nur beste Erinnerungen verknüpft, verrät der 54-jährige EVLCoach im Interview.

Zweimal sind Landshut und Rosenheim in dieser Saison bisher aufeinandergetroffen. Wie haben Sie es erlebt?

Es war jedes Mal ein volles Haus und eine super Atmosphäre – ein Eishockeyfest. Das war überragend und hat total Spaß gemacht.

Worin liegt der Reiz der Partie?

Da spielen einfach lauter bayerische Burschen gegeneinander. Und jedes Mal total fair. Besser geht’s nicht.

Beim Direktvergleich hat freilich Rosenheim die Nase vorn. Das letzte Spiel gewann aber der EVL spektakulär bei den Starbulls mit 5:4 nach Verlängerung. Was war damals der Schlüssel zum Erfolg?

Unser Siegeswille. Wie wir trotz des zweimaligen Zwei-Tore-Rückstands zurückgekommen sind – das war sehr stark.

Am Freitag ist wohl erstmals der tschechische Neuzugang Tomas Plihal dabei – seine Stärken?

Er bringt große Erfahrung mit, ist ein guter Center und ausgezeichneter Bullyspieler. Tomas ist ein Mann für die Play-offs.

Apropos Play-offs: Blutet Ihnen nicht das Herz, dass am Ende der Saison nur einer oder womöglich gar keiner der Traditionsvereine Landshut und Rosenheim aufsteigt und der andere stattdessen weiter in der drittklassigen Oberliga herumdümpeln muss?

Absolut. Beide Vereine gehören in die DEL2. Aber: Am besten wäre sowieso eine aufgestockte, zweigeteilte 2. Liga. Das ist doch für jeden, der normal denkt, klar. Eine Nordstaffel, eine Südstaffel. Nach Ende der Hauptrunde wird sortiert – die einen spielen um den Abstieg, die anderen um die Meisterschaft. Dann bräuchte man den ganzen Schmarrn mit Meisterrunde und Pre-Play-offs nicht. Und das würde vermutlich auch die Zuschauer mehr interessieren.

Ein Spiel in Rosenheim ist für Sie ja auch immer eine Reise in die Vergangenheit. Von 1983 bis 1987 trugen Sie selbst das Trikot des SBR. Was verbinden Sie mit dieser Zeit?

Nur das Beste! Ich habe ja mit Markus Berwanger und Manfred Ahne in der dritten Reihe gespielt. Habe mich mit ihnen in der 1. Liga etabliert, bin Nationalspieler und deutscher Meister geworden. Außerdem ist Rosenheim eine tolle Stadt. Wie gesagt: Mit Rosenheim verknüpfe ich nur beste Erinnerungen.Interview: Nagler

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