Saarlouis – Die Wasserburgerinnen hatten die Reise ins Saarland ohne Centerin Jewel Tunstull antreten müssen, die am Freitag im Training einen Schlag aufs Knie bekommen hatte. „Das hat uns natürlich wehgetan, denn wir hatten Probleme auf den Innenpositionen“, so Head-Coach Sidney Parsons, die sich aber vor allem über die schlechte Wurfquote ärgerte: „Das war unterirdisch: 32 Prozent aus dem Nahbereich und nur 20 Prozent von der Dreierlinie!“
Das erste Viertel in der Stadtgartenhalle in Saarlouis startete ausgeglichen, ehe sich die Gastgeberinnen mit einem kleinen Lauf auf 15:7 absetzen konnten. Die TSV-Damen ließen sich aber nicht weiter abschütteln und verkürzten bis zum Viertelende auf 13:18. Der zweite Spielabschnitt gehörte dann ganz den Gästen, die sich die Führung zurückholten, nun ihrerseits einen Lauf starteten und bald mit 30:21 und 36:25 in Front lagen.
Die Partie zwischen dem Tabellendritten vom Inn und den Saarländerinnen, die vor diesem Wochenende erst zwei Siege auf dem Konto hatten, schien sich nun erwartungsgemäß zu entwickeln. Doch nach dem Seitenwechsel war die Wasserburger Herrlichkeit schon wieder vorbei. Saarlouis kam zurück in die Partie und ging Mitte des dritten Viertels sogar wieder in Führung (43:41).
Eine Minute vor dem Ende lagen die Innstädterinnen drei Punkte hinten, hatten in der Folge den Sieg aber in der Hand. Allerdings konnten sie nur zwei von sechs Freiwürfen verwandeln. Saarlouis legte nochmals drei Zähler drauf, sodass auch der erfolgreiche Dreier von Svenja Brunckhorst sieben Sekunden vor dem Ende die 62:63-Niederlage nicht mehr abwenden konnte. „Letztendlich haben wir uns selbst geschlagen“, lautete das Fazit der enttäuschten Trainerin: „Die Defense war über weite Strecken gut, doch vorne hat den Spielerinnen das Selbstvertrauen und die Konzentration bei den Würfen gefehlt. Am Ende hat es uns gekillt, dass wir auch viele ganz leichte Chancen vergeben haben.“
Der TSV Wasserburg bleibt aber dennoch auf Rang drei der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) und nach der Niederlage von Meister Keltern in Freiburg beträgt der Vorsprung auf den Verfolger weiterhin vier Punkte. Am kommenden Sonntag besteht die Chance auf Wiedergutmachung vor eigenem Publikum gegen Freiburg.
Es spielten: Svenja Brunckhorst (12 Punkte, 6 Rebounds), Leonie Fiebich (3 Punkte, 7 Rebounds), Alina Hartmann (7 Punkte), Laura Hebecker (14 Punkte), Tina Jakovina, Sophie Perner (2 Punkte), Julia Pöcksteiner, Jennifer Schlott (13 Punkte, 5 Rebounds), Manuela Scholzgart und Ashley Williams (9 Punkte, 10 Rebounds). soa