Inzeller Starter im WM-Plan

von Redaktion

„Wir sind im Plan, was die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft im Februar in Inzell betrifft“ – dieses Fazit hat der Trainer der heimischen Eisschnellläufer, Danny Leger, nach der Mehrkampf-Europameisterschaft gezogen.

Klobenstein – So erreichte Joel Dufter im Sprint-Mehrkampf den siebten Gesamtplatz, Gabi Hirschbichler wurde bei den Damen Elfte. Im Vierkampf kämpfte sich Roxanne Dufter bis ins Finale der besten acht durch und erreichte schließlich auch den achten Platz in der Endabrechnung. „Unsere Priorität war es, so zu laufen, wie wir es auch bei der WM vorhaben – egal, welche Zeiten herausspringen. Das ist uns gelungen, das Gesamtpaket soll in den nächsten Wochen natürlich noch besser werden“, so Leger nach den Wettkämpfen auf der Freiluftbahn in Klobenstein/Südtirol.

Etwas angeschlagen ging Joel Dufter in die Sprintrennen. „Hätte er vorher nicht drei Tage gesundheitliche Schwierigkeiten gehabt, wäre er wohl um eine Medaille mitgelaufen“, bescheinigt ihm sein Trainer. Dufter bezeichnete seine Leistung als in Ordnung. „Es hat nach der vierwöchigen Wettkampfpause gut gepasst. Ich war überrascht, dass ich über meine ersten 500 Meter so einen guten Lauf herauszaubern konnte“, so der 23-Jährige. Dafür war er mit dem ersten Rennen über 1000 Meter nicht ganz zufrieden. Ihm fehlte nach eigenen Worten etwas der Rhythmus. Dieser war am zweiten Tag dann über seine Spezialstrecke weitaus besser und er erreichte immerhin die viertbeste Zeit im Feld. „Ich habe darauf spekuliert, dass die Super-Sprinter am zweiten Tag etwas Körner verloren haben und ich dadurch ein paar Plätze gutmachen würde.“ Über die zweiten 500 Meter gelang ihm ein ordentlicher Lauf, was Trainer Danny Leger zuversichtlich stimmt: „Für die WM müssen wir über die 1000 Meter noch bis zu einer Sekunde schneller sein. Das kann er, und das werden wir mit dem richtigen Fingerspitzengefühl auch hinbringen“, meint Leger.

Einen guten Eindruck hat auch Roxanne Dufter hinterlassen. Dank couragierter Leistungen über 500, 1500 und 3000 Meter schaffte sie es ins Finale der Top Acht über die 5000 Meter. „Mein Rennen über 3000 war gut und das über 1500 Meter wohl das beste in dieser Saison“, freute sich die 26-Jährige. Die abschließenden 5000 Meter beschrieb sie als „ganz schön lang“. Richtig glücklich war ihr Trainer Danny Leger über Dufters Darbietung. „Das internationale Niveau in diesem Bereich ist sehr hoch. Sie zeigt eine wirklich gute Entwicklung, auch technisch. In den kommenden Jahren erwarte ich einiges von ihr. Da kann sie auf den langen Strecken vorne mitlaufen. Bei der WM in Inzell traue ich ihr gute Leistungen zu. Für die absolute Spitze wird es noch nicht ganz langen.“

Als etwas durchwachsen bezeichnete Leger den elften Gesamtplatz von Gabi Hirschbichler im Sprint-Vierkampf. „Der erste Tag war für ihre Verhältnisse sehr gut. Am zweiten Tag sind ihr die Rennen schwergefallen“, beobachtete Leger. Die 35-jährige lieferte beim ersten 500-Meter-Lauf gleich eine Saisonbestzeit ab und über die 1000 Meter war der Lauf ebenfalls zufriedenstellend. „Im Grunde genommen ist es für eine Europameisterschaft ganz okay gewesen“, meinte sie.

Bevor es im Februar an den Start zur Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in der heimischen Max-Aicher-Arena geht, ist nun Training in Inzell angesagt. Danach geht es zum Weltcup nach Hamar, und dann heißt es Weltmeisterschaft.shu

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