Sensation gegen Ansbach

von Redaktion

Stark dezimierte Bad Aiblinger ringen Favoriten nieder

Bad Aibling – Die Herren der Fireballs Bad Aibling sind furios in das Jahr gestartet. Mit nur sieben Spielern gegen die in Bestbesetzung angereisten Ansbach Piranhas, wuchsen die Regionalliga-Basketballer der Kurstädter über sich hinaus und setzten sich überraschend mit 77:74 durch.

Nach den Ausfällen von Manuel Hack Vázquez, Miodrag Mirceta und Johannes Wießnet verpasste auch Steffen Lautner verletzungsbedingt das erste Spiel der Rückrunde, woraufhin die Fireballs zu siebt antraten. Doch gleich in den ersten Minuten zeigte der dezimierte Aufsteiger, dass er keineswegs als Punktelieferant gelten wollte. Mit einem 7:2-Lauf zwangen die Aiblinger Gästecoach Ides zu einer ersten Auszeit. Die Ansbacher traten in Folge mit einer anderen Körpersprache auf und gingen zum Ende des ersten Viertels mit 20:18 in Führung.

Die Mittelfranken kamen besser in die Partie, allen voran am Brett verwerteten die großen Spieler die zweiten Chancen. Die Aiblinger hingegen suchten ihr Glück weiterhin an der Drei-Punkte-Linie, hielten jedoch die Quote aus dem ersten Abschnitt nicht aufrecht. Mit einem 29:37-Rückstand gingen die Teams zur Halbzeit in die Kabine.

Wer nun dachte, dass sich die kleine Fraktion der Aiblinger hängen ließ, wurde eines Besseren belehrt. In der Defensive zeigten die Mangfallstädter eine starke kämpferische Leistung und belohnten sich vorne durch Kapitän Simon Bradaric und die Hack-Vázquez-Brüder Marco und Mario. Bis auf vier Punkte kamen sie heran, mit 55:59 ging es in die letzten zehn Minuten.

Diese begann die Heimmannschaft mit einem 6:0-Lauf, der Aibling erstmals seit dem ersten Viertel, die Führung brachte. Die Gastgeber drückten dem Spiel in der Offensive ihren Stempel auf. Die Aufbauspieler Bradaric (17 Punkte, 7 Assists) und Nimphius (3 Punkte, 4 Assists) verteilten den Ball hervorragend an die Schützen, welche sich nicht bitten ließen: Mit 49 Drei-Punkte-Würfen übernahmen die Aiblinger, Marco (25 Punkte, 6 Dreier) und Mario Hack Vázquez (18 Punkte, 4 Dreier) ein ums andere Mal die Führung für die Hausherren. In der Defensive verteidigten die Kurstädter intensiv, Ansbach konnte im letzten Viertel nur einen Korberfolg aus dem Feld vorweisen. Doch von der Freiwurflinie verwandelten sie alle Versuche. Drei Minuten vor Ende verletzte sich Nimphius, und Bradaric musste aufgrund von fünf persönlichen Fouls ebenfalls auf der Bank Platz nehmen, Marco Hack Vázquez machte mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 77:74-Endstand den Deckel drauf. „Das war eine überragende Mannschaftsleistung. Ich bin stolz auf das Team“, so Coach Tobi Guggenhuber. re

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