Ein WM-Heimspiel für drei Inzeller

von Redaktion

Saisonhöhepunkt für Gaby Hirschbichler, Joel Dufter und Roxanne Dufter

Danny Leger

Inzell – Mit der Eröffnungsfeier im Inzeller Ortszentrum wurde gestern Abend die Eisschnelllauf-Einzelstrecken-Weltmeisterschaft eröffnet. Die Wettkämpfe gehen von heute, Donnerstag bis zum Sonntag in der Max- Aicher-Arena über die Bühne. Nach 2011 sind es die zweiten Titelkämpfe in der Arena. Zuvor hatten in Inzell zwölf Europa- und Weltmeisterschaften auf der Freiluftbahn stattgefunden. Dazu kommen 22 Weltcups, drei davon in der Halle. 2005 war die letzte Einzelstrecken-Weltmeisterschaft im damaligen Ludwig- Schwabl-Stadion unter freiem Himmel. Unvergessen die beiden Goldmedaillen für Anni Friesinger-Postma über 5000 Meter und im Team. Dazu kam Silber über 1000 und 1500 Meter.

Dieses Mal sind drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DEC Inzell bei der WM mit dabei. Für Roxanne und Joel Dufter sowie Gaby Hirschbichler soll es ein tolles Heimspiel werden.

Akribisch vorbereitet

Mit ihrem Trainer Danny Leger haben sie sich akribisch auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet. Vor allem für Gaby Hirschbichler soll es zum nahen Ende ihrer Karriere ein richtiges Fest werden. „Es wird auf alle Fälle meine letzte Weltmeisterschaft in Inzell sein“, meint die 35-jährige und lässt ein Karriereende nach dieser Saison noch offen. Für Joel Dufter ist es nach den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr der zweite Höhepunkt seiner jungen Karriere. Der 23-Jährige begann zunächst als Eishockeyspieler und wechselte danach ins Lager der Eisschnellläufer. Beim Weltcup in Hamar holte er sich am vergangenen Wochenende den Sieg über 500 Meter in der B-Gruppe.

Auf langen Strecken gut entwickelt

Seine Schwester Roxanne kam über eine Sichtung aus dem Schulsport zum Eisschnelllaufen. Aus einer Gruppe von damals gut zehn jungen Talenten ist sie als einzige übrig geblieben. Die bald 27-Jährige hat sich zuletzt auch über die langen Strecken gut entwickelt.

Trainer der Inzeller Gruppe ist Danny Leger. 2003 ist er von Erfurt nach Inzell gewechselt und unter Markus Eicher zusammen mit Anni Friesinger in einer Trainingsgruppe gewesen. Seine Karriere hat Danny Legler 2006 beendet und ist danach in die Trainerlaufbahn eingestiegen.

Im Team-Sprint um Medaille laufen

Name: Gabriele Hirschbichler

Geburtsdatum: 26.12.1983

Start bei der WM auf welchen Strecken: 500, 1000 und 1500 Meter

Was bedeutet ein Start bei einer Heim-WM? Zu Hause eine WM zu laufen, kommt für mich gleich nach Olympia. Ich freue mich schon unglaublich darauf, die zweite „WM-Dahoam“ laufen zu dürfen.

Welche Ziele sollen bei der WM erreicht werden? Schöne Rennen laufen und dann schauen wir mal, für was es reicht.

Hobbys außerhalb des Eisschnelllaufens: Viel Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Nach der Saison gehe ich gerne Skifahren.

Lieblingsmusik: Rock und Pop

Lieblingsfernsehserie: Auf Netflix Serien schauen

Lieblingsessen: Rindsroulade, kesselfrische Weißwürste

Meine größten Stärken/Schwächen: Bei Stärken andere fragen. Schwächen: unordentlich und mit Jetlag unglaublich verplant.

Beende folgenden Satz: „Im Sommerurlaub will ich auf keinen Fall…..frieren.“

Beim Wettkampf Vollbeat

Name: Joel Dufter

Geburtsdatum: 18.3.1995

Start bei der WM auf welchen Strecken: 1000 und 1500 Meter sowie Team-Sprint

Was bedeutet ein Start bei einer Heim-WM? Sehr viel, ein Start vor heimischem Publikum motiviert unglaublich.

Welche Ziele sollen bei der WM erreicht werden? Über 1000 Meter will ich unter die Top 10 und im Team-Sprint um eine Medaille laufen.

Hobbys außerhalb des Eisschnelllaufens: Eishockey, Motorsport, Skitouren gehen.

Lieblingsmusik: Vollbeat, Hard Rock

Lieblingsfernsehserie: Prison Break, How i met your mother

Lieblingsessen: Butternudeln, Steak

Meine größten Stärken/Schwächen: Stärke ist, bin ein Wettkampf-Typ, Schwäche ist, verliere ab und zu den Fokus auf wichtige Dinge.

Beende folgenden Satz: „Im Sommerurlaub will ich auf keinen Fall….. auf meinen Sport im Winter angesprochen werden.“

Freue mich auf die „WM dahoam“

Name: Roxanne Dufter

Geburtsdatum: 13.2.1992

Start bei der WM auf welchen Strecken: 3000 Meter, Team-Pursuit und Massenstart.

Was bedeutet ein Start bei einer Heim-WM? Eine tolle Erfahrung so ein großes Event im eigenen Dorf zu haben und vor heimischem Publikum zu laufen. Ich freue mich sehr darauf.

Welche Ziele sollen erreicht werden bei der WM? Meine beste Leistung auf den Strecken zu zeigen.

Hobbys außerhalb des Eisschnelllaufens: Ski-Touren gehen, mit Freunden Zeit verbringen. Mein Studium Sportmanagement.

Lieblingsmusik: Eigentlich klassischer Radiohörer. Beim Wettkampf höre ich die Leoniden und Vollbeat.

Lieblingsfernsehserie: GZSZ

Lieblingsessen: Sushi

Meine größten Stärken/Schwächen: Bin sehr ehrgeizig und fleißig. Manchmal leider zu verkrampft und nicht entspannt genug.

Beende folgenden Satz: „Im Sommerurlaub will ich auf keinen Fall…..auf dem Eis stehen.“

Trainer Danny Leger: Die Athleten sollen ihr beste Saisonleistung zeigen

Name: Danny Leger

Geburtsdatum: 9.12.1979

Was bedeutet Trainer bei einer Heim-WM zu sein? Für mich persönlich bedeutet das die Ehre zu haben so gute Athleten zu betreuen, die das Leistungsniveau besitzen sich für so ein großes Event qualifizieren zu können. Bei einer Heim WM kommt noch der großartige Bonus dazu diese Leistungen den eigenen Familien, Fans, Zuschauern und auch dem eigenen Nachwuchs präsentieren zu können. Und natürlich ist auch die Möglichkeit bei meiner Familie zu sein und im eigenem Bett zu schlafen sehr schön, da wir im Winter ja auch sehr oft auf langen Reisen unterwegs sind und zu Haus, vor allem an diesem tollen Ort Inzell und seiner grandiosen Umgebung ist es halt am schönsten!

Welche Ziele sollen bei der WM erreicht werden? Das übergeordnete Ziel für mich ist, dass jeder meiner Athleten eine beste Saisonleistung zeigen kann. Ziel soll es auch sein auf der einen oder anderen Strecke der internationalen Spitze zu zeigen, dass wir auch dazu gehören. Weiterhin werden wir und natürlich auch alle Teilnehmer der anderen Nationen den Zuschauern und Fans zeigen, dass Eisschnelllauf eine wunderschöne Sportart ist, die auch durch diesen Event einen Boom vor allem im eigenen Land erfahren soll.

Hobbys außerhalb des Eisschnelllaufens: Eishockey bei den „Eisbeissern“ spielen, Fußball, lange Ski-Touren mit meiner Frau und unserem Hund. Leider habe ich dazu viel zu selten Gelegenheit.

Lieblingsmusik: Eigentlich fast alle Musikrichtungen, aber vor allem deutschsprachige Interpreten und Bands.

Lieblingsfernsehserie: Nichts bestimmtes, aber mit Vorzug immer lustige Serien.

Lieblingsessen: Wie man sieht, esse ich so ziemlich alles. Am liebsten Gerichte, die mir meine Frau, Familie und Schwiegereltern kochen.

Meine größten Stärken/Schwächen: Ich bin ehrgeizig, konsequent und ehrlich sowie in hektischen Situationen entspannt. Manchmal ungeduldig, launisch und oft zu ehrlich.

Beende folgenden Satz: „Im Sommer-Urlaub will ich auf keinen Fall….. ohne meine Frau sein, an die Arbeit denken und frieren.

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