Park City – Er wurde 2013 schon Junioren-Weltmeister, gewann drei Weltcups bei den Herren und holte sich in der Saison 2016/2017 den zweiten Weltcup-Gesamtplatz im Parallel-Slalom – Stefan Baumeister aus Feldkirchen, der für den Skiclub Aising- Pang startet, ist definitiv kein unbeschriebenes Blatt in der Snowboardszene. Dass er aber in der Nacht von Montag auf Dienstag bei der Weltmeisterschaft in Park City (USA) die Bronzemedaille im Parallel-Slalom holt, kam doch überraschend. „Natürlich konnte man damit nicht rechnen, auch wenn Stefan in dieser Saison schon ein Weltcupsieg gelang. Wir vom Verein sind auf alle Fälle sehr stolz auf Stefan, der schon seit rund 15 Jahren bei uns dabei ist. Jetzt drücken wir ihm natürlich für sein nächstes Rennen ganz fest die Daumen“, erklärte Stefan Wurm, Zweiter Vorstand des SC Aising-Pang, ein paar Stunden vor dem Parallel-Slalom am Dienstagabend.
Kurz nachdem die Allgäuerin Selina Jörg den Weltmeistertitel für Snowboard Germany holte, setzte ihr Teamkollege Stefan Baumeister noch einen drauf und sicherte sich als Dritter hinter Dmitri Loginow (Russland) und Tim Mastnak (Slowenien) seine erste WM-Medaille – es war die insgesamt 13. für Deutschland seit 1996. Stefan Baumeister, der in dieser Saison wie seine Mannschaftskollegin Jörg bereits einmal im Weltcup erfolgreich war, konnte sein Glück auch nach der Medaillenzeremonie nur schwer fassen: „Die Pistenverhältnisse waren zwar schwierig und der Kurs nicht ganz so gesteckt, wie es mir taugt, aber es war für mich der perfekte Tag. Ich bin richtig glücklich über meine Medaille und werde im Parallel-Slalom noch einmal alles geben.“
Baumeisters Mannschaftskollege Christian Hupfauer (ebenfalls SC Aising-Pang) war am Qualifikationscut gescheitert und beendete den ersten von zwei WM-Auftritten der Racer auf dem 21. Rang.
„Das Ergebnis ist mega. Wir haben so hart gearbeitet. Wir haben alles richtig gemacht, uns nicht wegen dem Wetter gestresst, und uns auf uns selbst konzentriert“, analysierte Bundestrainer Paul Marks die Performance seines Teams.
Bereits gestern Abend wurde es für die Raceboarder erneut ernst. Im Parallel-Slalom bestand dann für das Septett die Chance, Geschichte zu schreiben.. bz