Starbulls nehmen auch die Hürde Lindau

von Redaktion

Eishockey-Oberligist aus Rosenheim siegte gestern Abend mit 4:1 bei den Islanders

Lindau – Mit dem 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)-Sieg bei den EV Lindau Islanders am Sonntagabend haben die Mannen von Starbulls-Chefcoach Manuel Kofler das zweite Sechs-Punkte-Wochenende in Folge perfekt gemacht und den Abstand auf den EV Landshut, der in Regensburg erst im Penaltyschießen gewann, weiter verkürzen können.

733 Zuschauer in der Lindauer Eissportarena im Eichwald sahen eine Partie, die vor allem im ersten Drittel absolut auf Augenhöhe verlief. Der Tabellenachte war den Gästen zunächst zwar ebenbürtig, konnte jedoch das hohe Tempo im weiteren Verlauf nicht mitgehen. „Im zweiten und dritten Drittel waren wir sehr dominant und haben absolut zurecht gewonnen“, meinte Kofler nach Spielschluss.

Dabei machte das erste, noch torlose Drittel richtig Lust auf mehr. Beide Mannschaften gingen von Beginn an hohes Tempo, störten sich früh im Spielaufbau und suchten ohne Schnörkel den Weg zum gegnerischen Tor. Kein richtig druckvolles Powerplay konnten die Islanders aufziehen, nachdem Starbulls-Verteidiger Nikolaus Meier wegen Behinderung die Strafbank drücken musste (3.). Als sich Manuel Neumann, der aufseiten der Rosenheimer sehr zu gefallen wusste, gleich drei Lindauer Spieler narrte, blieb er hängen. Die Scheibe lag frei für Daniel Bucheli, der am sehr gut aufgelegten EVL-Goalie David Zabolotny scheiterte (12.).

Es folgte eine mehrminütige Sturm- und Drangphase der Hausherren, welche die Oberbayern mit Glück und einem starken Lukas Steinhauer meisterten. Matteo Miller (13.) aus spitzem Winkel scheiterte ebenso am Starbulls-Torhüter wie kurz darauf der völlig freistehende Andreas Farny aus zentraler Position. Und Jan Hammerbauer verpasste einen diagonalen Pass von Simon Klingler in aussichtsreicher Position nur um Haaresbreite (15.). Auf der anderen Seite traf Neumann eine Minute später per Rückhandschuss die Querlatte des Gehäuses von Zabolotny.

Nach Wiederbeginn kehrten die Gäste einen Tick fokussierter aus der Kabine und wussten die Schlagzahl nochmals zu erhöhen – ein Schachzug von Kofler brachte dem Spiel letztlich die Wendung. „Die Rechnung ging voll auf auf. Es ist das vierte Spiel, in dem wir mit vier Blöcken inklusive acht Verteidigern spielen und dabei versuchen, ganz kurz zu wechseln und die Kräfte einzuteilen“, so Kofler zum Erfolgsrezept des Abends.

Gefährlich kreuzte Neumann vor dem Lindauer Kasten auf, sein Schlagschuss war allerdings eine sichere Beute des Lindauer Goalies (21.). Als Kai Laux das Laufduell an der linken Bande gegen Florian Krumpe für sich entschied, nach innen zog und draufhielt, musste Steinhauer all sein Können aufbieten, um den Schuss zu parieren (25.). Sein Gegenüber David Zabolotny stand ihm in nichts nach und machte einen Mega-Save, als Vitezslav Bilek durch war und vor ihm mutterseelenallein auftauchte (29.).

Ein Doppelschlag bescherte den Starbulls dann doch noch Zählbares – und brachte sie damit vorentscheidend nach vorne. Zunächst war es der weitaufgerückte Maximilian Vollmayer, der nach einem zunächst missglückten Schussversuch eines Nebenspielers den Rückpass von Dusan Frosch aufnahm und einnetzte (32.). Nicht einmal 32 Sekunden waren vorüber, da klingelte es schon wieder im Kasten der Lindauer. Der Puck kam vor Zabolotny, der ihn nicht zu fassen bekam. Im Gewühle schob Daniel Bucheli zum 2:0 ein.

Ein heißer Tanz schien sich zu Beginn des Schlussdrittels abzuzeichnen. Zunächst konnte Christian Schmidt für die Islanders auf 1:2 verkürzen, nachdem Fabian Zick im eigenen Drittel stürzte und der EVL-Stürmer freie Bahn hatte (42.). Doch mitten in der freudetrunkenen Durchsage des Hallenmoderators stellte Rosenheim den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Gleich nach dem Bully kam die Scheibe über Robin Slanina und Matthias Bergmann zu Christoph Echtler, der zum 3:1 für die Starbulls traf.

Als Simon Klingler für zwei Minuten eine Zwangspause einlegen musste (48.), brachten sich die Special Teams mit Bergmann, Witala und Baindl – und wenig später Neumann, Daxlberger sowie Bucheli in Stellung, konnten jedoch zunächst nicht die Entscheidung herbeiführen. Die folgte dann gut vier Minuten vor der Schlusssirene und wurde durch einen Trick von Michael Baindl eingeläutet: Der stand an der Bande genau hinter Goalie Zabolotny und beförderte raffiniert das Spielgerät mit seiner Kelle und einer blitzschnellen Körperdrehung vors Lindauer Tor. Dort stand Alexander Höller goldrichtig, reagierte blitzschnell und vollstreckte zum 4:1-Endstand.

Die Spielstatistik

Lindau – Starbulls Rosenheim 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)

Tore: 0:1 (32.) Vollmayer (Frosch), 0:2 (33.) Bucheli (Zick, Pauker), 1:2 (42.) Schmidt (Farny, Stanley), 1:3 (43.) Echtler (Slanina, Bergmann), 1:4 (56.) Höller (Meier, Witala).

Zuschauer: 733. Strafzeiten: Lindau 4, Rosenheim 2. Hauptschiedsrichter: Thorsten Lajoie.

Artikel 3 von 11