Inzell – „Wir haben nur positive Stimmen gehört, es war ein großes Fest“, strahlten Stadionleiter Hubert Kreutz und DEC Frillensee-Inzell-Chef Hubert Graf um die Wette. „Es war gute Werbung für die gesamte Sportart, aber auch für den Ort“, bilanzierte Hubert Graf. Auch finanziell komme man mit den erreichten Zuschauerzahlen über die Runden, „auch wenn kein großer Gewinn bleibt.“ Zum Gesamtetat von etwa 700000 Euro – darunter allein 208000 Euro an Preisgeldern – trage auch der Weltverband ISU bei. „Die bekommen ja die kompletten Marketingrechte abgetreten, und dafür erhält der Veranstalter dann eine Kompensation von der ISU.“
Für den ausrichtenden DEC Inzell und den Weltverband durchaus gut angelegtes Geld. „Auch die ganzen nationalen Teams und die Vertreter der ISU waren ganz begeistert und haben sich bedankt“, berichtet Graf.
Erstaunlich waren die Einschaltquoten, die die ARD für den Samstag lieferte. So schlug der 10000-Meter-Lauf alle anderen Wintersportarten an diesem Tag. Für Inzell, wo Patrick Beckert (Erfurt) um zwei Tausendstel Bronze verpasste, wurden 3,71 Millionen Zuschauer angegeben. Das Weltcup-Springen der Herren sahen an diesem Tag 3,70 Millionen, das Teamspringen der Damen 2,84 Millionen. Und die alpine Ski-WM mit der Abfahrt der Herren lag nur bei 2,34 Millionen.
„Inzell ist mit dieser WM an Heerenveen vorbeigezogen, Inzell hat jetzt das schnellste Eis in Europa“, sagte Chef-Statistiker Hans de Vries, der neben den Sprechern Karlheinz Kas und Matthijs Letteboer zusammen mit DJ Lumpi in der Sprecherkabine saß. Das ist das höchste Kompliment für die Eismeister Toni Doppler, Sepp Salzinger, Richard Senoner, Bernhard Maier und Geert van der Toorn. Martin Gamss wurde am Sonntag nach 40 Jahren im Eismeisterteam verabschiedet. kk/who