Hamburg – Mit Rudi Rohrmüller nahm nur ein Spieler aus Bayern bei den deutschen Squash-Titelkämpfen in Hamburg teil. Der amtierenden bayerische Meister musste dabei nur eine Niederlage gegen den neuen Titelträger Raphael Kandra (Weltrangliste 15) hinnehmen. Der Kolbermoorer Rohrmüller musste in die Qualifikation, da ihn der Sportausschuss des deutschen Squashverbandes nicht setzen wollte, obwohl er in der Bundesliga hervorragende Ergebnisse vorzuweisen hatte.
„Ich nehme es so, wie es kommt, und eigentlich ist mein Ziel der deutsche Meistertitel, da muss ich eh jeden schlagen“, so die Einstellung des 27-jährigen Trainers des Rosenheimer Squashvereins zu dem Thema.
In der Qualifikationsrunde siegte Rohrmüller dreimal 11:1 und sein Gegner Timo Mühlenthaler (deutsche Rangliste 27) hatte sichtlich keinen Spaß an der Übermacht des Qualifikanten aus der Innstadt. In dem 32er-Hauptfeld traf er in der ersten Runde auf den Sportsoldaten Johannes Dehmer-Saelz (DRL 8), der auch mit 0:3 den Kürzeren zog. „An Nummer acht gesetzt und dann so einen Brocken in der ersten Runde – das macht sicher keinen Spaß“, so die Einschätzung vom Sportlichen Leiter Michael Kufner. Der Hamburger Julius Benthin (DRL 11) hatte sich viel vorgenommen, konnte aber dem Druck nicht standhalten und verlor ebenfalls mit 0:3 gegen den Landesverbandstrainer aus Bayern. Nach der Niederlage im Viertelfinale gegen den späteren deutschen Meister Raphael Kandra konnte Rohrmüller noch seine Platzierungsspiele gegen Ben Petzold (BW DRL 9) und den Nationalmannschaftskollegen Lucas Wirths klar gewinnen und erreichte den fünften Rang.
RSQV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Weidinger zeigte sich mit dem Auftreten des Rosenheimers sehr zufrieden. „Ich hoffe, dass Rudi nach seinen Leistungen in der letzten Zeit für die Nationalmannschaft nominiert wird, das hätte er sich verdient.“
Rudi Rohrmüller zu dem Thema Nationalmannschaft: „Die deutsche Meisterschaft war eigentlich mein Saisonhöhepunkt, aber wenn das deutsche Team mich bei der Team-Europameisterschaft braucht, werde ich noch einmal nachlegen und meine Tennissaison für den TC Kolbermoor erst später starten.“