München – Es sind immer wieder diese letzten zehn Spielminuten: Mit 74:98 mussten die Regionalliga-Basketballer der Fireballs Bad Aibling gegen den MTSV Schwabing die nächste Niederlage einstecken. Bis zum letzten Viertel konnten die Aiblinger die Partie offen gestalten, doch am Schluss fehlte den zu Siebt angereisten Gästen der letzte Kraftimpuls, um den ersten Auswärtssieg der Saison einzufahren.
Nach Mio Mirceta musste Coach Tobias Guggenhuber auch kurzfristig auf Mario Hack Vázquez verzichten, der unter der Woche an einer Mandelentzündung erkrankte und somit nicht zur Verfügung stand. Auf Schwabinger Seite agierte der ehemalige Aiblinger Coach Luca Burci jedoch ebenfalls ohne Bent Leuchten, Joshua Obiesie und Isaiah Ihnen.
Das Spiel startet mit einem offensiv geprägten Anfangsviertel, vor allem die Starting Five der Aiblinger um Simon Bradaric (zehn Punkte in den ersten zehn Minuten) sorgte für Akzente. Die Münchner hielten konsequent mit eigens erzielten Körben dagegen, so endete die erste Periode mit 30:28 für die Kurstädter.
Im zweiten Spielabschnitt riss die Offensive beider Mannschaften nicht ab, munter spielten die Teams mit einer Mischung aus Drives zum Korb und Drei-Punkte-Würfen weiter. Weder dem MTSV noch den Fireballs gelang es, sich einen Vorsprung herauszuspielen. Bad Aibling konnte sich kurzerhand eine Sechs-Punkte-Führung verschaffen, doch in der letzten Minute der ersten Hälfte startete Schwabing einen Lauf, sodass die Teams mit einem 52:52 in die Pause gingen.
Doch bereits im dritten Viertel zeigten sich nun die Auswirkungen der schnellen Offensive auf Aiblinger Seite, viele vergebene Würfe führten dazu, dass sich die Landeshauptstädter zum Ende hin immer mehr absetzen konnten. Allen voran Routinier Nick Freer zeigte nun seine Scorerqualitäten und brachte die Heimmannschaft mit einem Dreier mit 72:66 zum Viertelende in Führung.
Doch im letzten Spielabschnitt verließen die Gäste die Kräfte, was dem Spielverlauf deutlich anzumerken war. Zwar brachte Steffen Lautner den Aufsteiger sieben Minuten vor Ende noch einmal auf vier Punkte heran (76:72), doch dann brachen alle Dämme. Schwabing startete einen 22:4-Lauf und konnte das Spiel somit für sich entscheiden. Die Aiblinger lieferten dem Favoriten einen harten Kampf, bei dem das Endergebnis den Spielverlauf nicht gänzlich widerspiegelt.
„Es ist das alte Lied. Durch unsere Verletzungsmisere fehlt uns in solchen Spielen die Entlastung von der Bank und es macht sich bemerkbar, dass wir nicht vollzählig trainieren können. Wir haben heute gut gespielt, am Ende fehlt es aber an der Kraft. Wir müssen dennoch zusehen, wieder in die Spur zu kommen, denn leider bringen auch solche Spiele dann am Ende keine Punkte“, so Michi Westphal.re