Enttäuschung bei Kolbermoors Damen

von Redaktion

Kristin Lang und Sabine Winter „nur“ auf Bronzeplatz bei deutscher Meisterschaft

Wetzlar – Als bei den 87. deutschen Meisterschaften in Wetzlar die Medaillen im Damen-Einzel überreicht wurden, durften auch zwei Spielerinnen des Tischtennis-Bundesligisten SV DJK Kolbermoor auf das Podium. Hinter der erstmals siegreichen Nina Mittelham (TTC Berlin eastside) und Petrissa Solja (TSV 1909 Langstadt) belegten sowohl Kristin Lang als auch Sabine Winter den dritten Platz. Die Enttäuschung, „nur“ die Bronzemedaille gewonnen zu haben, war dem Duo deutlich anzumerken. Und das hatte seinen Grund.

Durch eine sehr starke Leistung und einen 4:3-Sieg gegen die an Position drei gesetzte Shan Xiaona (TTC Berlin eastside) hatte sich Sabine Winter am Samstagabend für das Halbfinale qualifiziert. „Ich bin glücklich, ein gutes Spiel gemacht zu haben und hoffe nun, Petrissa Solja ärgern zu können“, hatte die 26-Jährige nach ihrem Erfolg noch zu Protokoll gegeben. Einen Tag später musste Winter mit Tränen in den Augen jedoch bekannt geben, dass sie aufgrund wieder auftretender Schmerzen im Nackenbereich nicht weiterspielen kann. „Die Entscheidung ist mir natürlich sehr schwergefallen, aber es geht einfach nicht.“ Damit wurde auch das Doppel-Halbfinale an der Seite von Solja gegen die späteren deutschen Meisterinnen, Nina Mittelham und Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten), kampflos abgegeben.

Kristin Lang erreichte durch einen 4:2-Erfolg gegen Sophia Klee (SC Niestetal) die Vorschlussrunde, musste dann aber nach fünf Sätzen Mittelham zum Einzug in das Endspiel gratulieren. „Ich war heute einfach nicht gut genug“, erkannte die 33-Jährige. Bereits eine Woche zuvor hatte Lang auch schon in der Meisterschaft das Duell mit ihrer Nationalmannschaftskollegin verloren. „Ich habe das ganze Turnier über nicht meine Bestleistung abrufen können. So etwas passiert mal.“ Auch im Doppel-Wettbewerb verfehlte Kristin Lang die erhoffte Goldmedaille. An der Seite von Shan Xiaona gab es im Halbfinale eine völlig überraschende 2:3-Niederlage gegen Caroline Hajok (Hannover 96) und Luisa Säger (TTC 1946 Weinheim).

Nach ihren beiden dritten Plätzen im Einzel und Doppel durfte sich Sabine Winter über eine weitere Bronzemedaille freuen. Im nach 13 Jahren wieder eingeführten Mixed-Wettbewerb schied Winter an der Seite von Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) im Semifinale gegen die anschließenden deutschen Meister, Petrissa Solja und Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken-TT), mit 8:11, 9:11 sowie 4:11 aus.

Mit Katharina Michajlova und Naomi Pranjkovic erreichten zwei weitere Starterinnen des SV DJK Kolbermoor das 32-köpfige Hauptfeld. Michajlova scheiterte nach einem 4:0-Auftaktsieg gegen Rebecca Mohr (NSU Neckarsulm) im Achtelfinale an ihrer Mannschaftskollegin Kristin Lang. Für Pranjkovic, die mit ihren gerade einmal 14 Jahren die jüngste Spielerin in der Endrunde war, kam das Aus gegen U23-Nationalspielerin Yuan Wan (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim). „Trotz der 0:4-Niederlage bin ich sehr zufrieden mit meinen Leistungen“, sagte Pranjkovic.

Der in Kolbermoor lebende und für den TuS Fürstenfeldbruck in der Regionalliga Süd spielende Mike Hollo war mit seinen 15 Lenzen der jüngste Starter bei den Herren. Mit einer 1:2-Bilanz überstand der EM-Dritte bei den Schülern die Gruppenphase jedoch nicht. „Trotzdem war das Turnier für mich eine gute Vorbereitung auf die deutschen Schülermeisterschaften am kommenden Wochenende“, sagte Hollo.

Sabine Winter verlässt SV DJK Kolbermoor

Tischtennis-Bundesligist SV DJK Kolbermoor verliert zu Saisonende eine Leistungsträgerin: Sabine Winter wechselt zurück zum TSV Schwabhausen, wo sie vor ihrer siebenjährigen Kolbermoorer Zeit schon acht Jahre gespielt hatte. Noch-Zweitligist Schwabhausen will den Aufstieg in die Bundesliga wahrnehmen. „Ich fühle mich immer noch als Schwabhauserin und freue mich auf die neue Herausforderung“, betonte die derzeitige Weltranglisten-59.

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