Abstiegsduell an der Jahnstraße

von Redaktion

1860 Rosenheim empfängt Heimstetten

Rosenheim – Nach dem enorm wichtigen Punktgewinn des Fußball-Regionalligisten 1860 Rosenheim in Memmingen steht am heutigen Samstag (Anpfiff 14 Uhr) eine weitere eminent wichtige Partie auf dem Programm, wenn der SV Heimstetten zum Abstiegsduell an die Mangfall reist.

Auch der SVH kam ordentlich aus dem Winterschlaf und ergatterte gegen den TSV Buchbach ein 0:0-Remis. Dem Sportverein aus Heimstetten fehlen – nicht nur an diesem Spieltag – potenzielle Goalgetter. Aus dem magischen Dreieck der Vorsaison, Akkurt – Riglewske – Nappo, ist aktuell nur noch Lukas Riglewski im Kader. Sebastiano Nappo verabschiedete sich im Sommer nach Augsburg und Orhan Akkurts Abschied folgte nun im Winter zu Türk-Atasport München. Mit außergewöhnlichen 68 Treffern schossen die drei Heimstetten quasi im Alleingang in die Regionalliga Bayern.

Derzeit steht das Team von Christoph Schmitt und Lennart Hasenbeck auf dem 17. Tabellenplatz, was den ersten direkten Abstiegsplatz in Deutschlands vierthöchster Spielklasse bedeutet – ein Platz hinter Rosenheim. Doch allen Unkenrufen zum Trotz wollten die Münchner Vorstädter sich nicht mit dieser Situation abfinden und verpflichteten im Januar noch mit Ex-Spieler Manuel Duhnke und Mohamad Awata vom TSV 1860 München zwei absolute Top-Spieler. Vor allem Awata machte in seiner ersten Partie ordentlich Betrieb und könnte neben Tim Schels zum Schlüsselspieler von Schmitts Truppe werden.

Angespannt ist die Tabellensituation trotz des Unentschiedens am Montag auch für die Rosenheimer. „Für das Selbstbewusstsein“, so Kasparetti, sei der Last-Minute-Ausgleich definitiv gut gewesen – tabellarisch war es jedoch nur ein Punkt, den man aus dem Allgäu mitgenommen habe.

Für die Partie gegen Heimstetten steht dem Neu-Coach mit Christoph Wallner nach dessen abgesessener Rotsperre eine weitere Option zur Verfügung. Ob aus der Dreier- eine Viererkette oder personell noch einmal durchgewürfelt wird, will man sich im Lager der Rosenheimer noch offenhalten. Doch auch wenn sich das Grundgerüst nicht weit von der Memmingen-Formation wegbewegen dürfte, könnte es durchaus zu kleinen personellen Umstellungen kommen. Philipp Maier, der einen Großteil der Vorbereitung aufgrund studentischer Verpflichtungen nicht mitmachen konnte, könnte in die Startelf rutschen. Ebenso Leopold Krüger und Korbinian Linner, die nach ihrer Einwechslung für Betrieb sorgten.

„Auch wenn es sich etwas abgedroschen anhört, aber wir werden in den nächsten Wochen einen tiefen, ausgeglichenen Kader benötigen. Gegen Memmingen hat man gesehen, wie wichtig es ist, personell noch einmal für Impulse zu sorgen und so der Partie eine entscheidende Wendung geben zu können“, sagt Kasparetti.

Es wäre natürlich zu früh, um von einer Abstiegs-Vorentscheidung zu sprechen, aber die Partie der beiden Tabellennachbarn ist enorm wichtig und verspricht viel Spannung. mpo

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