„Ohne Sechs“ sechs Gegentore

von Redaktion

Starbulls unterlagen am Sonntag beim Derby in Landshut 0:6

Landshut – Ohne Sechs mussten die Starbulls Rosenheim am Sonntagabend beim EV Landshut antreten und kassierten eine 0:6 (0:2, 0:3, 0:1)-Niederlage. Bei Rosenheim fehlten wie angekündigt Lukas Steinhauer, Dusan Frosch, Vitezslav Bilek, Michael Baindl, Niki Meier und Tom Pauker.

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen, Michael Fröhlich (1./5. Minute) prüfte EVL-Keeper Patrick Berger gleich zweimal, Fabian Zick verpasste bei einem Konter einen Querpass von Enrico Henriques Morales. Dann kamen die Niederbayern durch Julien Pelletier zu einer großen Chance, diesmal parierte SBR-Schlussmann Luca Endres stark (8.). Doch so richtig Fahrt nahm das Derby erst nach einer Viertelstunde auf. Enrico Henriques Morales checkte Marco Baßler, der auf den Körperkontakt vorbereitet war, an der Bande – Baßler blieb liegen und die Menge tobte. Der Rosenheimer musste mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine und die Niederbayern durften fünf Minuten in Überzahl ran. Der Knackpunkt der Partie und ein Fall für Tomas Plihal. Der seit Wochen bärenstarke Tscheche trat zweimal in Aktion: als Vorbereiter zum 1:0 von Alex Ehl (15.) und als Torschütze des 2:0 (17.). Die Führung zur ersten Pause ging in Ordnung.

Nach Wiederbeginn versuchte Rosenheim, den Hausherren mit frühem Forechecking den Schneid abzukaufen. Das ging bis zur 25. Minute gut, dann vollstreckte Marco Baßler elegant zum 3:0. Was folgte, war pure Landshuter Dominanz. Mal schnell, mal langsam, mal hinterm Kasten rum, mal auf direktem Weg – die Niederbayern spielten den mehr und mehr frustrierten Oberbayern einen Doppelknoten in die Beine, Marc Schmidpeter (31.) und Luca Trinkberger (39.) erhöhten auf 5:0. Rosenheim bemühte sich, doch bis auf einige wenige Einzelaktionen wie von Michael Fröhlich (26.) oder Daniel Bucheli (29.) wurde es vor dem EVL-Kastens selten gefährlich.

Der Schlussabschnitt diente zum Begleichen alter Rechnungen. Ausgesuchtes Opfer zumeist: Marco Baßler, der vor dem Spiel mit dem Alois-Schloder-Pokal für den besten EVL-Nachwuchsspieler ausgezeichnet wurde. Eishockey gespielt wurde auch noch, zumindest ein bisserl. Gegen längst zurücksteckende Gäste markierte erneut Luca Trinkberger (44.) den 6:0-Endstand.

Tore: 1:0 (15.) Ehl (Fischhaber/Plihal), 2:0 (17.) Plihal (Ehl/Fischhaber), 3:0 (25.) Baßler (Nägele/Fischhaber), 4:0 (31.) Schmidpeter (Nägele), 5:0 (39.) Trinkberger (Sedlar/Ettwein), 6:0 (44.) Trinkberger (Jirik). – Strafminuten: EV Landshut 8, Starbulls Rosenheim 11 plus Spieldauer für Henriques Morales (Bandencheck). – Hauptschiedsrichter: Kevin Salewski. – Zuschauer: 4 233. nag/bz

Trainserstimmen

Axel Kammerer, EV Landshut: Ein großartiger Sieg. Wir sind zurzeit in allen Mannschaftsteilen in einer guten Verfassung, das war eine hervorragende Leistung. Nach dem 3:0 war das Spiel entschieden. Der zweite Platz bringt vielleicht nicht so viel, ist aber für unser Selbstvertrauen extrem wichtig.

Manuel Kofler, Starbulls Rosenheim: Wir wollten natürlich mehr. Bis zur Spieldauer hat es gut ausgesehen, aber das war dann der Knackpunkt. Nach dem dritten Tor haben wir komplett den Faden verloren und sind Landshut einfach nicht mehr nachgekommen. Jetzt bereiten wir uns auf Freitag gegen Essen vor. Wir gehen in die Serie, um sie zu gewinnen. Wir r planen von Schritt zu Schritt. nag

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