Alzbären holen sich den Titel in der ICHL

von Redaktion

102 Spiele in sechs Stadien ausgetragen

Trostberg – ICHL – dieses Kürzel steht nun schon seit fast zwei Jahrzehnten für erstaunlich professionell organisierten Hobby-Eishockeysport. Ob ehemalige Ligaspieler oder reine Freizeit-Kufencracks – in der Inn-Chiemgau-Hockey-Liga finden Winter für Winter rund 100 Punktspiele statt, sogar mit österreichischer Beteiligung.

Auch in der Saison 2018/19 wurde von November bis März in den Stadien und Hallen in Trostberg, Inzell, Ruhpolding, Berchtesgaden, Waldkraiburg und Salzburg (Volksgartenarena) wieder mit großem Ehrgeiz, aber – wie es die ICHL-Regeln vorschreiben – ohne überharten Körpereinsatz dem Puck hinterhergejagt.

Ihren ICHL-Meistertitel verteidigt haben die Trostberger Alzbären. Die Truppe um Kapitän Franz Müller dominierte die Gruppe A und musste nur eine Niederlage gegen den Zweitplatzierten, die Eisbären Burgkirchen, hinnehmen. Für die Alzbären war es seit der ICHL-Premieren-Spielzeit 1999/2000 der neunte Titel.

Trostbergs Dauerrivale Waldkraiburg Grizzlys konnte diesmal nicht ins Meisterschaftsrennen eingreifen, sicherte sich als Trostpflaster aber in Ruhpoding unter sechs Mannschaften den Turniersieg um den Ligapokal. Hinter den Timberjacks Chieming landeten die Red Bulls Oberfeldkirchen, die sogar noch mit einer 1b-Mannschaft in der Gruppe C am Start waren, auf Rang fünf. Die EC Rumbling Razorbacks, Aufsteiger aus Burghausen, schlug sich achtbar, muss als Letztplatzierter aber absteigen.

Auch die Scorerwertung der Gruppe A ist fest in Trostberger Hand: Rainer Roßmanith, ehemaliger Topstürmer der Trostberg Chiefs, verbuchte in seiner Premierensaison bei den Alzbären 19 Tore und zehn Assists. Dahinter landeten Ken Grapentine (Trostberg, 5+20), Tobias Schmidt (Burgkirchen, 16+8), Sebastian Weiß (Waldkraiburg, 13+8) und Willy Bauer (Trostberg, 5+16).

In der Gruppe B setzte sich der EHC Tequila durch und sicherte sich die Rückkehr in die obere Gruppe, in der die Oberwössener bereits in der Saison 2016/17 ein Gastspiel gaben. Am Tabellenende landeten gleich drei Mannschaften mit 8:12 Punkten. Wegen des schlechteren Direktvergleichs müssen die Chiemsee Grizzlys absteigen – und werden durch die Ruhpolding Sharks ersetzt, die mit nur zwei Minuspunkten die C-Staffel beherrschten, gefolgt von den neu eingestiegenen Pirates aus Salzburg.

Die Topscorer in der Gruppe B waren Peter Hell (EHC Tequila, 13+7) vor Stefan Schwabl (Inzell, 9+10), Michael Häring (Saaldorf, 8+8) und Matthias Schwabl (Inzell, 7+7). In der Gruppe C sammelte Daniel Höfner (Pinguins Waldkraiburg, 20+17) die meisten Punkte, gefolgt von Christian Niederberger (Ruhpolding, 15+21), Peter Balthasar (Ruhpolding, 16+10) und Andrew David Hill (Salzburg, 17+8). Die Endstände:

Gruppe A: 1. Alzbären Trostberg 18:2 Punkte/73:29 Tore, 2. Eisbären Gendorf 14:6/48:37, 3. Grizzlys Waldkraiburg 10:10/48:45, 4. Timberjacks Chieming 8:12/39:52, 5. Red Bulls Oberfeldkirchen 7:13/26:36, 6. Rumbling Razorbacks 3:17/36:71.

Gruppe B: 1. Tequila Oberwössen 15:5/46:21, 2. St. Gilgen Lakers 12:8/34:44, 3. Saaldorf Tigers 9:11/40:36, 4. Eisbeißer Inzell 8:12/47:44, 5. Übersee Sputniks 8:12/ 30:37, 6. Chiemsee Grizzlys 8:12/31:46.

Gruppe C: 1. Ruhpolding Sharks 22:2/83:32, 2. Salzburg Pirates 18:6/58:50, 3. Waldkraiburg Pinguins 14:10/80:50, 4. Eschetshub Tigers 12:12/48:52, 5. Petting Icehoppers 8:16/37:44, 6. Red Bulls Oberfeldkirchen 1b 5:19/22:68, 7. TSV Bernau 5:19/30:62.tho

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