Vier Punkte fest im Visier

von Redaktion

Kolbermoors Bundesliga-Damen müssen zweimal auswärts ran

Kolbermoor – Die Tischtennis-Bundesliga der Damen biegt schön langsam in ihre entscheidende Phase vor den Play-off-Spielen ein. Der erste Platz ist bereits an Berlin vergeben. Aber um Rang zwei kämpfen noch einige Vereine – unter anderem der SV-DJK Kolbermoor. Drei Spiele müssen sie noch absolvieren, zwei davon an diesem Wochenende.

Am heutigen Samstag gastieren Kolbermoors Damen beim TV Busenbach. Von der Papierform her sicherlich ein leichter Gegner, stehen die Baden-Württembergerinnen doch an vorletzter Stelle. Diese Begegnung ist aber auch aus anderer Sicht recht reizvoll. Bei den Gastgeberinnen steht Anastasia Bondareva unter Vertrag, die bekanntlich ab der kommenden Saison für den SV-DJK Kolbermoor aufschlagen wird. „Der Wechsel von Anastasia Bondareva ist bei uns kein Thema mehr und wird das Spiel auf keinen Fall beeinflussen“, erklärte Busenbachs Mannschaftsführerin Jessica Göbel. Auch was die Ausgangsposition für die morgige Begegnung anbelangt, meint Göbel: „Wir sind auch wie im Hinspiel klarer Außenseiter, werden aber versuchen, die Begegnung so lange wie möglich offen zu halten.“ Kolbermoors Damen sind vorgewarnt: In der Vorrunde lagen sie mit 0:2 im Rückstand, ehe sie noch mit 6:3 gewannen. Für Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs sagt: „Unterschätzen darf man den Gegner nicht, aber zwei Punkte sollten es schon sein.“

Die ganz große Sause wird am Sonntag über die Bühne gehen, wenn Kolbermoors Damen beim Tabellendritten TuS Bad Driburg antreten müssen. Beide Mannschaften kämpfen um Rang zwei, sodass sich ein Duell auf Augenhöhe andeutet. Fuchs hat nicht umsonst größten Respekt vor dem Sonntagsgegner. „Wir haben das Hinspiel mit 4:6 verloren. Wenn wir diesmal gewinnen wollen, sollten wir vorne möglichst drei Punkte machen. Allerdings müssen wir schauen, wie fit Sabine Winter nach ihrer Nackenverletzung ist.“ Bingens Manager Franz Josef Lingens erklärt: „Der Sieg in Kolbermoor war unsere beste Saisonleistung und überraschend. Vor allen eine Wiederholung ,oben‘ mit drei Punkten wird schwer.“

Fuchs hat aber nicht nur dieses eine Spiel beobachtet, sondern den Gegner schon des Öfteren unter die Lupe genommen: „Bad Driburg ist in letzter Zeit ziemlich gut geworden, zumal Sophia Klee ziemlich gut spielt. Wir sind also nicht der klare Favorit.“ Etwas anders sieht es hingegen Lingens: „Insgesamt sehe ich Kolbermoor als Favorit an. Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Es wäre jetzt schade, wenn wir durch zwei Niederlagen gegen Kolbermoor und in Bingen noch auf Rang vier zurückgeworfen würden.“ Die 15-jährige Klee ist derzeit das größte deutsche Talent und hat bei der letzten U21-Europameisterschaft in Portugal als jüngste Teilnehmerin mit dem Sprung in das Achtelfinale für Furore gesorgt. Kolbermoors Katharina Michajlova hat Klee im negativen Sinne noch gut in Erinnerung. In der Vorrunde verlor sie nämlich gegen das Nachwuchstalent im letzten Spiel des Tages im fünften Satz. Diesen Spieß würde sie nun gerne umdrehen, wie auch die gesamte Kolbermoorer Mannschaft das Hinspielergebnis ausmerzen möchte.eg

Artikel 1 von 11