Leeuwarden – Nach vier Wettkämpfen um gerade mal zwei Zehntelsekunden den Titel verpasst: Dieses Pech ereilte Eisschnellläufer Günter Traub bei der Masters-Sprint-WM in Leeuwarden (Niederlande). Entscheidend in der Altersklasse 80 bis 85 war dabei der zweite 500-Meter-Lauf.
Denn da musste Traub auf der Innenbahn gegen einen jüngeren norwegischen Läufer starten. Da er durch seine Arthrose-Schmerzen nicht mehr so schnell in den Kurven beschleunigen kann, war er am Kurvenausgang mit dem Norweger auf gleicher Höhe. „Ich musste ihm, da er von der Außenbahn von rechts kam, auf der Wechselgeraden den Vortritt lassen“, berichtet das Ehrenmitglied des DEC Inzell. Traub musste daher kurz Tempo herausnehmen, „um den Gegner vorbeizulassen. Damit habe ich ungefähr eine halbe Sekunde verloren und damit auch den Titel“, bedauert er.
So hatte er beim zweiten 500-Meter-Lauf mit 55,03 Sekunden einen zu großen Rückstand auf Sergej Loginow (53,73). Dagegen hatte der Russe im ersten Lauf über diese Distanz (54,21) nur relativ knapp vor Traub (54,62) gewonnen. Ein so geringer Abstand im zweiten 500-Meter-Wettkampf hätte Traub den Titel gebracht, denn in den beiden 1000-Meter-Rennen war er der Schnellste. Am ersten Wettkampftag bewältigte Traub die Strecke in 1:45,12 Minuten (Loginow: 1:47,76), am zweiten Tag in 1:46,20 (Loginow: 1:46,58). So lag der Russe letztlich mit 215,110 Punkten hauchdünn vor Traub (215,310), Bronze ging an Arne Kjell Foldvik (Norwegen/223,670). who