Inngauer Kombinierer überzeugen in Russland

von Redaktion

Jakob Lange zweimal auf dem Podest, Luis Lehnert siegt im Sprint-Wettkampf

Nischni Tagil – Nischni Tagil im mittleren Ural nördlich von Jekaterinburg. Die russische Stadt war Mitte März Austragungsort für das diesjährige Saisonfinale des Continentalcups der Nordischen Kombinierer. Eine weite Reise für Jakob Lange (WSV Kiefersfelden), der am Ende dieser Saison dort noch einmal zeigen wollte, dass er nach langer Krankheitspause (wir berichteten) jetzt wieder auf einem guten Weg zurück in den professionellen Wettkampfsport ist. Mit dabei war auch Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf.

Beim dortigen Triple mussten am ersten Tag ein Einzel mit einem Sprung und Fünf-Kilometer-Sprint, am zweiten Tag ein Sprung plus Zehn-Kilometer-Rennen im Massenstart und zum Finale zwei Sprünge und ein abschließender 15-Kilometer-Lauf bewältigt werden.

Nach einem guten Saisoneinstand mit mehreren Top-Ten-Plätzen konnte sich Lange immer besser in Szene setzen. Der 23-Jährige hat durch seine lange Krankheitsphase gelernt, was er seinem Körper zumuten darf, und wie wichtig Regenerationsphasen in einer so anspruchsvollen Sportart sind, will man langfristig in ihr bestehen. Nach dem fünften Platz Ende Januar im slowenischen Planica und Rang vier Ende Februar in Eisenerz/Österreich ging es für Lange deshalb vor dem Saisonfinale in eine dreiwöchige Wettkampfpause, um richtig Kraft zu tanken. Dabei verzichtete er sogar auf den Deutschlandpokal in Oberstdorf, um sich voll auf seinen persönlichen Saisonhöhepunkt in Russland vorzubereiten.

In Nischni Tagil ging es dann auf eine HS-100-Sprungschanze. Hier zeigte er seine besten Saisonleistungen im Sprungbereich. Er erreichte jeweils Platzierungen im ersten Drittel des Feldes, welche ihn aufgrund seiner Laufstärke in eine hervorragende Ausgangssituation brachten. Im Sprint konnte er sich so den achten Platz sichern, wo mit einer starken Leistung Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf siegte. Im Massenstart und im finalen 15-Kilometer-Wettbewerb schaffte Lange jeweils den Sprung aufs Podest und holte sich als bestplatzierter DSV-Starter die Plätze zwei und drei. Lehnert kam auf die Plätze sechs und zwölf.

Für Jakob Lange endete die Comeback-Saison damit sehr zufriedenstellend: „Ich habe meine Saisonziele erreicht und freue mich sehr, wieder zurück im Wettkampfgeschehen zu sein“, sagt der Flintsbacher, der im Continental Cup bereits wieder mit Bestzeiten in der Loipe brillierte. Und auch auf der Schanze kommt er immer besser zurecht, sodass er sich als bester DSV-Starter unter 95 gewerteten Kombinierern aus 14 Nationen auf den fünften Platz in der COC-Gesamtwertung platzieren konnte. Lehnert kam im Endklassement auf Rang 13. Durch seine Leistungen im russischen Nischni Tagil sicherte Lange einen zusätzlichen Weltcup-Startplatz für Deutschland für die erste Wettkampfperiode der nächsten Saison.

Nach dem Saisonfinale wird Jakob Lange jetzt noch ein paar Radrennen sowie einige Straßenläufe absolvieren, bevor es in den Urlaub geht.rap

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