Inzell – Über 10 000 Zuschauer insgesamt an den zwei Wettkampftagen, spannende Rennen und insgesamt gesehen glimpflich verlaufene Unfälle: Nach dem Eisspeedway-Grand-Prix in der Inzeller Max-Aicher-Arena zieht die ausrichtende DMV-Landesgruppe Südbayern eine positive Bilanz.
„Es hat alles super gepasst, in allen Bereichen wurde gut gearbeitet“, freut sich Kai Schmiedeknecht, Erster Vorsitzender der Landesgruppe. Diese hatte rund 100 Funktionäre aus den verschiedenen Ortsclubs als ehrenamtliche Helfer im Einsatz.
Erfreulich war schon der Besuch des WM-Trainings, bei dem der Eintritt erstmals kostenlos war. 1200 statt der bislang meist üblichen rund 500 Zuschauer waren hier im Stadion. An den Wettkampftagen durften sich die Organisatoren ebenfalls über großes Faninteresse freuen. Beim Grand Prix 7 war die Halle sogar mit 5500 Zuschauern ausverkauft, am Sonntag waren „4800 bis 4900 Zuschauer“ in der Halle. Der Besuch am Sonntag ist traditionell etwas schwächer, „das lag im üblichen Bereich.“
Bedauerlich fand es der Vorsitzende, dass sich Franz Zorn (Österreich) im Training verletzt hatte und dadurch für den Grand Prix ausfiel. „Das tut mir für ihn leid, aber auch natürlich für die vielen Zuschauer, die sich auf ihn gefreut hatten.“ Der Saalfeldener, der auch schon zum Inzeller „Inventar“ gehört, war gestürzt und war zunächst selbst etwas erschrocken, „denn das Blut ist aus der Hand rausgespritzt wie bei einem Benzinhahn. Die Retterin hat mich beruhigt und die richtigen Schritte gemacht, und im Krankenhaus wurde ich sogar von einem richtigen Handchirurgen versorgt“, zeigte sich der 48-Jährige beeindruckt. Er lobte die Organisatoren für deren gute Arbeit. Daher versprach Zorn den Fans auch, im Jahr 2020 wieder dabei zu sein.
Das ist bei Günther Bauer – zumindest im Grand Prix – in der kommenden Saison nicht mehr der Fall. Der 47-Jährige, schon in der vorigen Saison zum Teil gesundheitlich beeinträchtigt und in diesem Winter durch Erkrankungen und Verletzungen immer wieder am Start gehindert, erklärte am Sonntag vor dem Finale seinen Rücktritt (wir berichteten). Das traf auch die DMV-Landesgruppe fast unvorbereitet. „Wir hätten eher vermutet, dass er 2020 die Karriere beendet. Aber er hat es uns dann bei der Fahrervorstellung gesagt“, berichtet Kai Schmiedeknecht. Und die Landesgruppe reagierte prompt: Im kommenden Jahr soll es „am Donnerstag oder am Freitag, je nachdem, was organisatorisch besser geht“, ein Rennen zu Ehren des neunmaligen deutschen Meisters geben. Inzells Bürgermeister Hans Egger – der als Schirmherr des GP fungierte – „hat signalisiert, dass dies möglich sein müsste. Aber natürlich müssen wir noch die Einzelheiten klären, unter anderem mit den Eismeistern.“
Klar ist aber: Die Rennen zur Eisspeedway-WM sollen im Jahr 2020 wieder Mitte März stattfinden, nämlich am Wochenende 14./15. März des kommenden Jahres. Auch dann hofft man wieder auf eine gute Zuschauerresonanz. who