Fröhlich macht die Starbulls glücklich

von Redaktion

3:2-Sieg über die Moskitos Essen bringt Rosenheim ins Play-off-Viertelfinale

Rosenheim–Spannender hätten sie es kaum machen können, die Starbulls Rosenheim. Im dritten Spiel der Play-off-Achtelfinal-Serie lagen die Mannen von Trainer Manuel Kofler mit 1:2 im Rückstand und drehten die Partie noch. Der 3:2-Erfolg stand in den letzten 24 Sekunden aber noch komplett auf der Kippe, weil Essen mit sechs Feldspielern agierte und die Starbulls zwei Strafzeiten kassierten. Letztlich brachten die Gastgeber diese brenzlige Schlussphase aber gut über die Runden, bejubelte den dritten Sieg in der Serie und damit auch den Einzug ins Viertelfinale.

„Den Deckel draufmachen ist immer das Schwerste“, meinte Kofler nach dem Spiel in der Pressekonferenz und war erleichtert, dass sich die Starbulls nun ein spielfreies Wochenende gesichert haben. „Es ist wichtig, dass wir regenerieren können.“ Zuvor mussten seine Mannen aber Schwerstarbeit verrichten: „Wir haben alles rausgehauen und Rosenheim alles abverlangt“, sagte Gäste-Coach Frank Gentges, der mit dem Auftritt seiner Schützlinge zufrieden war. „Der Schlüssel war, dass wir die Tore nicht gemacht haben. Wir hatten Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Aber man muss halt auch schauen: Bei Rosenheim hat alleine Witala in der Serie sechs Tore gemacht, meine beiden Ausländer zusammen nur eines.“

Eben jener Chase Witala hat gestern für die Starbulls wieder den Bann gebrochen, indem er mit einer Energieleistung den 1:1-Ausgleich erzielte und damit den Essener Blitzstart durch Julian Airich wettmachte. Die Moskitos gingen aber im ersten Drittel erneut in Führung und es dauerte bis zur 48. Minute, ehe Michael Baindl ein Zuspiel von Alex Höller per Direktabnahme verwertete. Rosenheim war nun am Drücker und kam durch Michael Fröhlich zum Siegtreffer. Zuvor war Simon Heidenreich eigentlich schon zweimal gefoult worden, Fröhlich nahm die Gelegenheit des plötzlich freiliegenden Pucks wahr und überwand den starken Essener Keeper Patrik Cerveny, der laut Gentges in die DEL wechseln wird. „ Der hat wieder eine Wahnsinns-Leistung abgeliefert“, lobte Kofler, der dabei auch seinen Goalie nicht vergaß: „Lukas Steinhauer hat uns in den Schlüsselmomenten im Spiel gehalten.“

Und so waren die Starbulls auch nicht abhängig von den vielen Schiedsrichter-Entscheidungen, die es nicht unbedingt gut mit den Rosenheimern meinten, aber auch Essens Trainer nicht gefallen hatten. Gentges war ob des Ausscheidens zwar enttäuscht, sagte aber auch: „Wir sind auf den falschen Gegner getroffen. Jetzt ist Rosenheim gefährlich für den Rest der Saison.“

Manuel Kofler hat diese Worte gerne vernommen. tn

Die Spielstatistik

Starbulls – Moskitos Essen 3:2 (1:2, 0:0, 2:0).

Starbulls: Steinhauer (Endres) – Draxinger, Neumann; Bergmann, Vollmayer; Krumpe, Linden, Heidenreich - Höller, Baindl, Witala; Bilek, Daxlberger, Frosch; Henriquez, Bucheli, Pauker; Slanina, Echtler, Fröhlich; Nowak.

Tore: 0:1 (1.) Airich/Holzmann, Gauch, 1:1 (13.) Witala/Baindl, Höller, 1:2 (15.) Zuravlev/Lemmer, Miglio, 2:2 (48.) Baindl/Höller, Witala, 3:2 (51.) Fröhlich/Krumpe, Slanina.

Schiedsrichter: Daniel Harrer. Strafminuten: Rosenheim 14 plus zehn für Pauker, Frosch und Draxinger, Essen 14.

Zuschauer: 2442.