Eine richtungsweisende Partie

von Redaktion

Fussball-Regionalliga 1860 Rosenheim braucht heute gegen Fürth 2 einen Heimsieg

Rosenheim – Am 26. Spieltag der Regionalliga Bayern empfängt der TSV 1860 Rosenheim heute, Samstag, 14 Uhr, die zweite Mannschaft der SpVgg Fürth im Jahnstadion. Es ist eine richtungsweisende Partie.

Trotz der 0:1-Niederlage aus der Partie vom letzten Wochenende bei der Spitzenmannschaft aus Schweinfurt tankten die Schützlinge von Trainer Thomas Kasparetti dort Selbstvertrauen. Man bot dem großen Favoriten Paroli und musste sich nur durch einen Sonntagsschuss in den Winkel geschlagen geben. Selbst konnte man dabei die ein oder andere gute Chance verbuchen, jedoch nicht nutzen. Es wäre mehr drin gewesen.

Das gilt es nun im Spiel gegen den Tabellenzwölften besser und vor allem erfolgreicher umzusetzen. „Wir haben in Schweinfurt eine wirklich gute Partie abgeliefert und uns vor allem in der Defensive hervorragend präsentiert. Leider konnten wir trotz einiger guter Chancen keinen Treffer erzielen, das wollen und werden wir nun gegen Fürth nachholen“, gibt sich der optimistische Trainer der Sechziger, Thomas Kasparetti, selbstbewusst.

Sein Gegenüber auf der Kommandobrücke der kleinen „Kleeblättler“, Petr Ruman, will hingegen die deutliche 0:3-Heimschlappe gegen den TSV Buchbach schleunigst wieder wettmachen und damit den Abstand zu den Abstiegsrängen von derzeit vier Zählern bei insgesamt 29 geholten Punkten ausbauen. „Gegen Rosenheim müssen wir von der ersten Minute an wach sein: Wir müssen rennen und kämpfen, müssen füreinander arbeiten und die Fehler unserer Mitspieler unbedingt ausbügeln wollen. In Spielen wie diesen geht es nicht darum, wie gut ich den Ball annehmen kann, sondern wie groß mein Herz ist – wie viel ich bereit bin zu investieren“, gibt Ruman vor. Dabei fehlen werden den Mittelfranken die gelbgesperrten Michael Guthörl und Ilker Yüksel ebenso wie die verletzten Patrick Tischler und Nader El-Jindaoui. Mit Jugendnationalmannschaften unterwegs sind Maximilian Bauer (Deutschland U19), Ilker Yüksel und Can Coskun (beide Türkei U21).

Der bekannteste Akteur in den Reihen der Gäste dürfte sicherlich der spielende Co-Trainer Daniel Adlung sein, der vor ein paar Jahren noch in der zweiten Liga für die Münchener Löwen aufgelaufen ist.

Rosenheims Coach Thomas Kasparetti ist überzeugt, dass nun der erste Heimsieg seit Langem eingefahren wird: „Wir arbeiten sehr intensiv, entwickeln uns von Woche zu Woche weiter und sind auf einem guten Weg. Sobald uns das Spielglück auch wieder hold ist, gehen wir fest davon aus, wieder dreifach zu punkten. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir am Samstag den Bock umstoßen werden.“

Dabei nicht mitwirken können neben den beiden Langverletzten Adel Merdan (Kreuzband) und Bruno Goncalves (Sprunggelenk) dieses Mal auch die gelbgesperrten Pius Krätschmer und Chris Wallner. Mike Neumaier fehlt zudem weiterhin verletzungsbedingt. Dafür ist Danijel Majdancevic (nach Gelbsperre) wieder dabei. Auch Fatih „Pato“ Eminoglu ist jederzeit eine Option für das Trainer-Duo Kasparetti/Straßhofer.

In Schweinfurt sorgte auch die Rückkehr des erkrankten Philipp Maier für Stabilität im Mittelfeld, seine Routine und spielerische Klasse fehlte zuletzt. Der erst 19-jährige Keeper Marius Herzig kommt immer besser in Fahrt. Schon bei der letzten Begegnung konnte er mit einigen starken Paraden sein Team im Spiel halten, das Selbstvertrauen in seiner ersten Saison im Herrenbereich steigt von Partie zu Partie.

Die Begegnung wird vermutlich durch Kleinigkeiten entschieden. Den Jungs um Kapitän Matze Heiß täte mal eine Führung wieder richtig gut. Es wäre Gold wert, nach langer Zeit mal wieder einen Dreier einzufahren und das Punktekonto von derzeit 23 Zählern aufzufüllen.

Noch ist keine Entscheidung gefallen und deshalb muss man weiter an sich glauben, intensiv und konzentriert arbeiten. re/bz

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