‚s-Hertogenbosch – Der Aubenhausener Benjamin Werndl hatte noch einmal allen Grund zur Freude. Bei der zehnten und letzten Etappe des FEI Weltcups Dressur im niederländischen ´s-Hertogenbosch konnte der Kaderreiter aus Aubenhausen seine persönlichen Bestleistungen mit dem westfälischen Damon Hill-Sohn Daily Mirror erneut verbessern.
Im Grand Prix platzierte er sich in einem hochklassigen Starterfeld mit 75,739 Prozent an hervorragender dritter Stelle. Auch in der technisch anspruchsvollen Kür gelang ihm mit seinem Rappen eine nahezu fehlerlose Vorstellung. Das elegante Paar begeisterte mit Frische, Harmonie und Ausdruck. 81,630 Prozent standen am Ende auf der Anzeigetafel – ein neuer Topscore. Trotzdem wurde es nicht die erhoffte Platzziffer.
Gerade einmal fünf Tausendstel Prozentpunkte fehlten dem 34-jährigen Grand Prix-Ausbilder zum vierten Platz. Den belegte der niederländische Championatsreiter Hans Peter Minderhoud mit 81,635 Prozent. Bitter ist, dass genau diese fünf Tausendstel letztlich über den Einzug ins Weltcup-Finale entschieden. Mit einem vierten Platz in ´s-Hertogenbosch hätte Werndl sein Konto von 68 auf 70 Punkte aufstocken können. Dann wäre er punktgleich mit Dorothee Schneider für das Weltcup-Finale qualifiziert gewesen. So schließt Werndl seine erste Weltcup-Saison zwar als Dritter der Westeuropa-Liga ab. Da aber nur drei Reiter pro Nation in der Endrunde starten dürfen, hat der Aubenhausener trotz seiner sehr guten Leistungen das Nachsehen.
Isabell Werth war als Titelverteidigerin bereits im Vorfeld gesetzt. Die zwei übrigen deutschen Startplätze gehen an Helen Langehanenberg mit Damsey FRH, die das Ranking der Westeuro-Liga mit 71 Punkten anführt, und an die Zweite Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. (70 Punkte). Eine minimale Chance bleibt Werndl noch. Sollte eines der deutschen Paare ausfallen, würde er ins Finale nachrücken. Auch ohne dieses Sahnehäubchen ist die Bilanz des Newcomers positiv. Mit Siegen in Budapest und Salzburg sowie mehreren Platzierungen unter den ersten fünf hat Werndl nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. „Meine erste Weltcup-Saison hat alle meine Erwartungen übertroffen“, freut er sich. sn