Rosenheim – Der Rosenheimer Squasher Rudi Rohrmüller ist wieder für das Nationalteam nominiert worden. Der Anruf vom Bundestrainer für die Nominierung zur Mannschafts-Europameisterschaft kam nicht ganz überraschend für den 27-Jährigen. RSQV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Weidinger zur Nominierung: „Durch seine Leistung bei der deutschen Einzelmeisterschaft im Februar und seinen Ergebnissen in der Bundesliga drängte sich Rudi auf. Der deutsche Squashverband tut sich etwas schwer, Spieler zu nominieren die einem Beruf nachgehen, und nicht mehr an den deutschen oder Weltranglistenturnieren teilnehmen können.“ Rohrmüller äußerst sich zu dem Thema: „Ich spiele nicht für den Verband oder den Bundestrainer, sondern für Deutschland. Mit meinen Nationalmannschaftkollegen komme ich gut aus, wir wollen wieder aufs Treppchen.“ Der RSQV-Trainer hatte seinen Saisonhöhepunkt zur deutschen Meisterschaft geplant und muss nun noch einmal nachlegen, denn die EM ist in der ersten Mai-Woche und mit seinem Bundesligateam aus Hamburg hat er sich für die Endrunde zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft Mitte Mai qualifiziert. Der sportliche Leiter Michael Kufner zur Vorbereitung auf diese Highlights: „Rudi muss noch einmal aufbauen, was er mit seinem Rosenheimer Trainingspartner und ehemaligen Jugend-Nationalspieler Niklas Becher im Wald beim Laufen, im Fitnessstudio sowie im Court durchzieht. Nicht einfach, aber wenn man um 6.30 Uhr die erste Trainingseinheit absolviert, geht das schon.“ Am schwierigsten ist es, geeignete Trainingspartner zu finden, die in der Weltrangliste zwischen 80 und 120 angesiedelt sind, um harte Matches zu spielen. Der Kolbermoorer zu seinen Trainingspartnern: „Mit Aqeel Rehmann aus Salzburg und Reiko Peter habe ich zwei Jungs gefunden, mit denen es Spaß macht, und die mich richtig fordern. Wenn man für sein Land spielt, ist das immer etwas Besonderes, da gibt man immer noch etwas mehr und die Gegner sind nicht immer nett.“
In der Gruppenphase wird Deutschland gegen die an Nummer eins gesetzten Franzosen antreten, die gespickt sind mit Weltklassespielern und sicherlich als Favoriten anzusehen sind. Den Spielen gegen den letztjährigen Fünften Schottland und dem Aufsteiger Ungarn darf man zuversichtlich entgegensehen, allerdings sind die Gegner nicht zu unterschätzen. Mit Rudi Rohrmüller im Team sind Simon Rösner (WRL 5), Raphael Kandra (WRL 16) und Valentin Rapp (WRL 124).
Vorbild für die Jugendlichen
„Wir freuen uns, dass Rudi wieder im Nationalteam ist, denn für die Jugendlichen in unserem Verein ist er natürlich ein Vorbild. Sie sehen auch, dass man als fleißiger Arbeiter auch etwas weit weg von den Hochburgen Stuttgart, Paderborn und Worms trotzdem einiges erreichen kann“, so RSQV-Präsidiumsmitglied Weidinger. re