Ruhpolding – DSV-Skilangläuferin Steffi Böhler vom SC Ibach verabschiedet sich vom aktiven Leistungssport. Die 38-jährige Schwarzwälderin blickt auf 18 Jahre im Weltcup, sieben Weltmeisterschaften und vier Olympische Spiele zurück. Zu ihren größten Erfolgen zählen zweimal olympisches Edelmetall sowie eine WM-Medaille mit der Staffel. Dass es ihre finale Saison im Trikot des Deutschen Skiverbandes werden würde, hatte Böhler schon vor Beginn des Winters erklärt. Ihr letztes großes Ziel war die Teilnahme an der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld. Ein Wildunfall im Herbst 2018 und ein daraus resultierendes Schleudertrauma ließen jedoch keine Rennen in der abgelaufenen Saison mehr zu.
Steffi Böhler war über nahezu zwei Jahrzehnte eine feste Größe der deutschen Skilanglauf-Mannschaft. Im Dezember 2001 gab die ehemalige Schülerin des Skiinternats Furtwangen in Garmisch-Partenkirchen ihr Weltcup-Debüt. Insgesamt blickt Böhler auf 343 Weltcup-Starts zurück. Auch bei Großereignissen war die Sportsoldatin vor allem im Team erfolgreich: 2006 gewann sie olympisches Silber in Turin, 2007 WM-Silber in Sapporo und 2014 Bronze bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Steffi Böhler wird für ihre sportlichen Leistungen mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Skiverbandes ausgezeichnet.
Auch Sandra Ringwald zieht sich vom aktiven Leistungssport zurück. Nach neun Jahren im Weltcup beginnt die Skilangläuferin vom Skiteam Schonach-Rohrhardsberg einen neuen Lebensabschnitt. Ringwald avancierte in den letzten drei Jahren zur besten Sprinterin Deutschlands.
Dazu beendet auch Elisabeth Schicho vom SC Schliersee ihre aktive Karriere. Die Junioren-Weltmeisterin im Sprint von 2014, die viele Jahre am Stützpunkt in Ruhpolding ihre Trainingsheimat hatte, absolvierte insgesamt 48 Weltcup-Starts. re