Mellendorf – Match-Puck für die Starbulls Rosenheim! Vor 1411 Zuschauern gewannen die Rosenheimer am Dienstagabend das dritte Play-off-Viertelfinale zum Aufstieg in die DEL2 bei den Hannover Scorpions mit 4:2 (2:0, 1:1, 1:1) und können nun am Freitag, 19.30 Uhr, mit dem dritten Sieg die Serie beenden und ins Halbfinale einziehen.
Ein glücklicher Starbulls-Coach Manuel Kofler nach dem Spiel: „Wir haben eine überragende Defensiv-Leistung geboten und wir waren im Spiel 5 gegen 5 die klar bessere Mannschaft. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Das schwerte Spiel der Serie steht uns aber am Freitag noch bevor.“
Die Mellendorfer gingen in ihrem zweiten Heimspiel schnell offensiver und couragierter zu Werke als im ersten Spiel vor eigenem Publikum. Marian Dejdar und Robin Thomson versuchten sich mit den ersten Schlagschüssen, die von der blauen Linie aber ihr Ziel verfehlten. Dominik Daxlbergers Geschoss zischte ebenso rechten Pfosten des Scorpions-Kastens vorbei. Das Heim-Team drängte und fast wie aus dem Nichts danach die Führung der Starbulls, als Alex Höller im Nachschuss erfolgreich war, nachdem Baindl und Witala die Vorarbeit geleistet hatten. Drei Minuten später sogar das 2:0 für die Gäste – mit einem Schuss aus fast unmöglichem Winkel! Fröhlich zog rechts vielleicht einen Meter versetzt vor der Grundlinie hart ab und die Scheibe flutschte irgendwie ins Netz. Ob noch ein Verteidiger-Schlittschuh oder Torwart Mathis sie reinlenkte, blieb ungeklärt.
Wie schon im ersten Abschnitt wollten es die Niedersachsen auch im zweiten Drittel zu schön machen. Die Scheibe lief nicht schlecht durch ihre Reihen, doch Rosenheim machte es effektiver. Als Verteidiger Vollmayer aufgerückt war, versuchte er es einfach einmal aus der Mitteldistanz und überraschte Mathis mit einem trockenen Schuss auf die linke Seite – und drin war der Puck zum 0:3!
Erst waren die Wedemarker konsterniert, dann schnell wieder motiviert: Der Ex-Rosenheimer Andrej Strakhov zog rechts von der blauen Linie flach ab und mit Hilfe des linken Innenpfostens krachte die Scheibe zum 1:3 ins Netz.
Chad Niddery und vor allem der freistehende Koziol hatten den zweiten Treffer für die Gastgeber auf dem Schläger, auf der anderen Seite touchierte ein Schuss von Bucheli den Pfosten. Kurz vor Ende des zweiten Drittels wurde das bis dahin faire Match hektisch. Die Scorpions hatten zweimal sechs Spieler auf dem Eis, kassierten zwei Strafzeiten, sodass Rosenheim 36 Sekunden doppelte Überzahl hatte.
Kurz nach Beginn des Schlussdurchgangs hatte Pauker bei einem Break die Chance zum 4:1, doch Mathis parierte. Bei Baindls zweiter Strafe stand Sean Fischer rechts frei und drosch den Puck zum 2:3 hinter Torhüter Steinhauer in die Maschen. Hannover im Aufwind, Rosenheim schwer unter Druck. Drama pur! Und Lukas Steinhauer im Brennpunkt. Aber Bucheli und Höller hatten auch zwei dicken Chancen für den SBR. 2:01 Minuten vor Ende nahm Trainer Reiß Torwart Mathis vom Eis. 47 Sekunden vor Schluss die Entscheidung, als Chase Witala die Scheibe ins leere Tor schob. Danach gab es heftige Proteste der Scorpions wegen einem angeblichen Foul von Witala, doch letztlich jubelten die Starbulls und ihre 20 Fans!
Spielstatistik: Hannover Scorpions – Starbulls Rosenheim 2:4 (0:2, 1:1, 1:1). Tore: 0:1 (7:52) Höller (Baindl, Witala), 0:2 (11:54) Fröhlich (Krumpe, Pauker), 0:3 (22:43) Vollmayer (Echtler, Draxinger), 1:3 (28:41) Strakhov (Koziol, Arnold), 2:3 (42:12) Fischer (Lehmann, Bombis – 5:4), 2:4 (59:13) Witala (5:6).
Zuschauer: 1411; Strafminuten: Hannover 14 – Rosenheim 8;
Schiedsrichter: Seedo Janssen.