1860 will dem FC Bayern helfen

von Redaktion

Rosenheimer empfangen heute Eichstätt

Rosenheim – Der VfB Eichstätt nimmt seit dem Sommer 2017 erstmals in der Vereinsgeschichte an der Regionalliga Bayern – Deutschlands vierthöchster Spielklasse – teil. Aktuell stehen die Grün-Weißen sensationell an der Tabellenspitze. Am heutigen Samstag, 14 Uhr, gastiert das Team von Trainer Markus Mattes zum TSV 1860 Rosenheim an die Jahnstraße. Und dann heißt es: 1860 will dem FC Bayern helfen. Natürlich aus eigenem Interesse, denn die Rosenheimer Sechziger brauchen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, egal gegen welchen Gegner. Und Bayern ist im Kampf um die Meisterschaft auf Schützenhilfe angewiesen.

Groß war die Erleichterung im Lager der Rosenheimer, als am vergangenen Samstag Schiedsrichter Wolfgang Haslberger die Partie gegen den SV Wacker Burghausen mit sechsminütiger Nachspielzeit abpfiff. Auf der Burghauser Anzeigetafel stand ein eminent wichtiges 2:1 aus Rosenheimer Sicht.

Jetzt kommt Tabellenführer VfB Eichstätt an die Mangfall. Für Kasparetti und seine Spieler eine Herkules-Aufgabe mit Charme. Einerseits ist man natürlich alles andere als auf Augenhöhe. Andererseits sind es vor allem Gegner aus dem oberen Tabellendrittel, gegen die sich die Sechziger nicht selten außergewöhnlich gut präsentieren.

Personell ist die Lage dank der Rückkehr von Kapitän Matthias Heiß (war gelbgesperrt) und Christoph Wallner (pausierte aufgrund Krankheit) wieder entspannter.

Nach einem schwierigen Start begann der VfB zu punkten – meistens sogar dreifach. Aus der Eintagsfliege wurde plötzlich ein ausgewachsener Bienenschwarm, der Woche für Woche in der Tabelle nach oben kletterte. Auch aus der Winterpause kam man mit einem Unentschieden und vier Siegen. Mit der Konsequenz: Tabellenplatz eins vor dem FC Bayern München II. Diese haben zwar noch ein Spiel in der Hinterhand und können somit die Eichstätter vom Platz an der Sonne verdrängen, aber dass die Tabelle zu dieser Saisonphase ein solches Bild zeichnet, ist schon ziemlich überraschend. Zumal mit Yomi Scintu ein wichtiger Spieler den VfB mit seinem Wechsel zu Philadelphia Union in Richtung Profifußball verließ. Der VfB Eichstätt verfügt jedoch über einen derart ausgeglichenen Kader, dass auch diese Lücke geschlossen werden kann. Ein wichtiges Dreieck im Spiel der Bistums-Städter bilden Kapitän Benjamin Schmidramsl, der pfeilschnelle Marcel Schelle sowie Goalgetter Fabian Eberle, der auch in dieser Saison bereits 20 Scorerpunkte auf seinem Konto hat. Hinzu kommen noch Ex-Löwe Markus Steinhöfer und der quirlige Atdhedon Lushi. VfB-Trainer Markus Mattes, der bereits für die nächste Spielzeit bei den Nord-Oberbayern aus dem Altmühltal verlängert hat, sagt: „Rosenheim wird nach dem Sieg in Burghausen mit breiter Brust auftreten. Sie gehören trotz ihres aktuellen Tabellenplatzes zu den spielerisch besseren Mannschaften der Liga. Entsprechend sind wir nicht nur aufgrund ihres Heimsieges gegen den FC Bayern ausreichend gewarnt und werden mit der richtigen Einstellung in dieses Spiel gehen.“

Im Hinspiel konnten die Sechziger die Partie lange Zeit ausgeglichen gestalten, ehe individuelle Fehler und eine Tempoerhöhung den VfB Eichstätt noch zu einer 0:4-Niederlage führten.

„Vor uns steht eine riesige Herausforderung. Mit dem VfB Eichstätt kommt ein Gegner ins Jahnstadion, der eine extreme Qualität mitbringt und vor allem im Umschaltspiel wahrscheinlich das Nonplusultra der Liga darstellt. Wir gehen sicherlich demütig in die Partie und versuchen erst mal in der Defensive gut zu stehen. Wer die Favoritenrolle in dieser Begegnung einnimmt ist auch ganz klar. Aber wir konnten uns im Laufe der Saison immer wieder gegen vermeintlich haushoch überlegene Gegner ganz gut aus der Affäre ziehen. Wir stellen eine voll intakte Mannschaft, wachsen gerne an unseren Aufgaben und hoffen auf eine Überraschung“, so Trainer Kasparetti. mpo

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