Waldkraiburg – Emotionales Derby zwischen dem VfL Waldkraiburg und dem TSV Ampfing am Samstag in der Fußball-Bezirksliga Ost: Am Ende trennten sich die beiden Teams vor 300 Zuschauern mit 1:1 und irgendwie konnten mit der Punkteteilung beide Trainer so halbwegs leben. „Wir hatten die besseren Chancen, deswegen wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen. Aber vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden natürlich unterschrieben“, so Waldkraiburgs Coach Markus Gibis. Ampfings Trainer Jochen Reil räumte ein, dass der VfL ein Plus an besseren Chancen hatte, zog aber insgesamt ein positives Fazit: „Wir wussten ja, dass es in diesem Derby schwer werden würde. Wir haben in Unterzahl einen Rückstand wettgemacht und das wollen wir so mitnehmen.“
300 Derbygäste sahen in der ersten Hälfte eine Partie, die von vielen langen Bällen, zahlreichen Zweikämpfen geprägt war und unter häufigen Fehlern im Aufbau litt. „Für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel. Ampfing will aufsteigen, wir wollen die Klasse halten, da waren beide Teams nervös.“
Kritisch wurde es in der 70. Minute, als Fabisch nach einem üblen Foul von Mert Lata an Buljubasic Vorteil laufen ließ, der Referee nach einem weiteren Foul abpfiff und es zu einer Rudelbildung kam, bei der sich Bujubasic zu einem Schubser gegen Lata hinreißen ließ, der, wie vom Blitz getroffen zu Boden sank. Gelb für Lata, Rot für Buljubasic – Situation vom Schiri aufgrund der Verhältnismäßigkeit falsch bewertet. Jetzt war richtig „Stimmung“ auf Platz und Rängen!
Als Bastian Grahovac in der 76. Minute eine Freistoßflanke von Rivis am kurzen Pfosten in die Maschen köpfte, schien die Partie entschieden, doch Ampfing kam vier Minuten später zurück: Anel Salihbasic zog aus 20 Metern ab, Bozjak konnte den Aufsetzer nur abklatschen und Akdemir Atakan jagt den Abpraller in den kurzen Winkel. mb