Mellendorf – Aus, Schluss, vorbei – für die Starbulls Rosenheim ist die Eishockey-Saison 2018/19 beendet. Im fünften und entscheidenden Play-off-Viertelfinale verlor das Team von Trainer Manuel Kofler knapp mit 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) bei den Hannover Scorpions. Der SBR verstand es dabei vor 1959 Zuschauern nicht, seine vor allem im letzten Drittel vorhandenen Chancen in Tore umzumünzen. Der Treffer von Robin Slanina zum 1:2-Anschluss war letztlich zu wenig, nachdem die Ex-DEL-Stürmer Björn Bombis und Sachar Blank für die Mellendorfer getroffen hatten.
„So grausam kann der Sport sein. Wir hatten in der Serie gegen Hannover ein schlechtes Spiel und das war am Freitag bei der 5:7-Niederlage. Am Sonntag hat uns bei zwei Pfosten- und einem Lattenschuss auch das notwendige Glück gefehlt“, erklärte ein natürlich enttäuschter Starbulls-Coach Manuel Kofler.
Scorpions-Coach Dieter Reiß entschied sich nach dem 7:5 am Freitag in Rosenheim wieder für einen Torwart-Wechsel, brachte Chris Mathis anstelle von Enrico Salvarani. Im Brennpunkt stand aber zunächst Lukas Steinhauer. Florian Krumpe kassierte nach 108 Sekunden die erste Strafzeit der Partie, was die Mellendorfer zur frühen Führung durch Björn Bombis nutzten.
Erst nach sieben Minuten kamen die Starbulls zu ihrer ersten Möglichkeit – und gleich zu einer sehr guten, als Maximilian Vollmayer von links abzog und den linken Pfosten traf. Das weckte den Offensivgeist der Gäste, und Höller (9.) sowie Witala (14., nach einem Wechselfehler) hatten den Ausgleich auf dem Schläger. Auf der Gegenseite bot sich Chad Niddery die Gelegenheit zum 2:0, als er hart abzog, die Scheibe aber links vorbeiflog. Marius Garten verpasste den Puck wenig später kurz vorm SBR-Gehäuse. Nach starkem Scorpions-Start wachte Rosenheim langsam auf – noch ohne Erfolg.
Der blieb auch in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts aus. Linden, Pauker und Echtler kamen zwar zu weiteren Möglichkeiten, aber den Starbulls fehlte die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Die Defensive der Wedemarker agierte aufmerksam, Keeper Mathis war zudem auf der Hut. So kam fast, was kommen musste: Bei der dritten Strafzeit der Rosenheimer gegen Slanina (Beinstellen) staubte Sachar Blank links am Tor nach Vorlage von Bombis zum 2:0 ab – 16 Sekunden vor Ende der Strafe.
Aber die Starbulls fauchten zurück! Niddery kassierte zwei Minuten wegen hohen Stocks, Robin Slanina war der Torschütze zum 1:2 – das dritte Überzahl-Tor in dieser Partie. Auf der anderen Seite blieb Blank und Schmid das 3:1 verwehrt. Nichts entschieden nach 40 Minuten…
Die Starbulls dann doppelt im Gestänge-Pech: Erst traf Bilek auf die Latte (43.), dann zirkelte Frosch die Scheibe ans rechte Lattenkreuz. (46.). Der Fight wurde immer verbissener. Zu Chancen kamen jetzt fast nur noch die Oberbayern. Vollmayer, zweimal Krumpe von der blauen Linie – aber alles wurde nichts. Dann wieder die Scorpions: Wilkins an den rechten Pfosten, wenig später Niddery – auch nichts. 95 Sekunden vor Schluss nahm Coach Kofler Torhüter Steinhauer vom Eis. Die Starbulls mit 6 gegen 5 kämpften um alles, um den Ausgleich – doch vergebens.
Ein enges Duell in fünf überwiegend fairen Partien entscheiden die Scorpions für sich und für Rosenheim bleibt das Traum-Halbfinale gegen den EV Landshut nur ein Traum. Die Niederbayern müssen sich jetzt mit Hannover auseinandersetzen.
Spielstatistik
Hannover Scorpions – Starbulls Rosenheim 2:1 (1:0, 1:1, 0:0).Tore: 1:0 (2:04) Bombis (Dejdar, Schmid – 5:4), 2:0 (27:16) Blank (Bombis – 5:4), 2:1 (35:13) Slanina (Vollmayer, Daxlberger – 5:4).
Zuschauer: 1959; Strafminuten: Hannover 6 – Rosenheim 6; Schiedsrichter: Patrick Gogulla.