Rosenheim – Die gute Nachricht zuerst: Trotz der Niederlage ist der Verbleib der Basketballer des SB DJK Rosenheim in der Regionalliga 1 Südost nun gesichert, mehr als zwei Teams werden definitiv nicht absteigen müssen. Der erhoffte positive Abschluss vor eigenem Publikum blieb aber aus, die Zuschauer in der Gabor-Halle bekamen beim 72:73 gegen Ansbach einen der schwächsten Auftritte der Grün-Weißen in dieser Saison zu sehen.
„Und trotzdem haben wir am Ende nur mit einem Punkt verloren.“ Wenn das Fazit des Coaches nach dem Spiel mit diesem Satz endet, ist klar, dass zuvor für sein Team irgendwas, gelinde gesagt, nicht „optimal“ gelaufen ist. Mit dem „Trotzdem“ meinte SBR-Trainer Bob Miller in diesem Fall vor allem die erste Halbzeit, denn da erwischten die SBR-ler durch die Bank einen rabenschwarzen Tag: Reihenweise schlechte Entscheidungen, viele unnötige Ballverluste, dazu eine schlechte Wurfquote vor allem von jenseits der Dreierlinie – wer aber meint, dass die Ansbacher deshalb ein leichtes Spiel mit den Rosenheimern hatten, der liegt falsch: Die Gäste ihrerseits präsentierten sich nämlich selbst kaum besser und führten zur Pause nur mit 40:34. Miller störte also vor allem, dass seine Schützlinge sich diesem Niveau anpassten, anstatt daraus Profit zu schlagen!
Wenigstens konnten sie nach der Halbzeitbesprechung den dritten Abschnitt wieder ausgeglichener gestalten, was das Spiel aber nicht unbedingt besser machte. In der Offensive wirkten die Rosenheimer weiterhin oft sehr statisch, erspielten sich kaum Chancen und fanden meist nur schwierige Abschlüsse. Dazu kam, dass die Partie aufgrund der sehr strengen Regelauslegung der beiden Referees nie richtig Fahrt aufnehmen konnte und von ungewöhnlich vielen Unterbrechungen geprägt war. Aber wenigstens blieb es bis zur letzten Minute spannend, da die Hausherren auch nicht aufsteckten, als sie mit Gaizauskas, Bekteshi und Malpede gleich drei Leistungsträger mit fünf Fouls verloren hatten. Die letzte Minute war ein echter Krimi, den mit den Ansbachern nicht unbedingt die bessere, aber auf jeden Fall die glücklichere Mannschaft für sich entschied.
Für den SBR spielten Breitfeld (3), Hogges (26/14 Rebounds), Fliege, Brosig (2), Bekteshi (7), März (6), Schulezko (9), Gaizauskas (9) und Malpede (10/15 Rebounds).aia