Inzell – „Die Welt zu Gast in Bayern“ – unter diesem Motto stehen die Weltmeisterschaften der International Taekwondo Federation (ITF), die ab dem morgigen Mittwoch in Inzell ausgetragen werden. 1234 Wettkämpfer aus 64 Nationen finden sich bis zum Samstag in der Max-Aicher-Arena ein. Die eigentliche Hochburg des Eisschnelllaufs, im Februar schon Austragungsort für Titelkämpfe, verwandelt sich in dieser Woche zum Schauplatz vieler spannender und ereignisreicher Wettkämpfe.
Vom Freikampf im Leichtkontakt, Teamwettkämpfe, über Formenlauf, Kraft-Bruchtest, bis hin zum Spezial-Bruchtest in schwindelnden Höhen, alles ein Spektakel für sich. 53 Jahre nach der Gründung der ITF werden nun zum zweiten Mal, nach 2005 in Dortmund die alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften in Deutschland ausgetragen.
Taekwondo wurde vom koreanischen General Choi-Hong Hi (1918 – 2002) im Jahre 1955 begründet. Die fünf Säulen des Taekwondo – Integrität, unbezwingbarer Wille, Höflichkeit, Selbstkontrolle und Ausdauer – sind fester Bestandteil in jedem Training und bei jeder Veranstaltung und werden daher für die Sportler zu Lebensrichtlinien. Die Wettkämpfer müssen sich einem Team aus diesmal rund 120 erfahrenen Kampfrichtern stellen, die hoch konzentriert auf diesem hohen Niveau werten.
Ein solches Großereignis wird immer von einem internationalen Kongress begleitet. Auch in diesem Jahr finden sich während der Weltmeisterschaft die Vertreter aus 70 Nationen ein, um den neuen Präsidenten der International Taekwondo Federation zu wählen. Rund 60 ehrenamtliche Helfer machen ein solches Event jedoch erst möglich. Über den langen Zeitraum von vier Jahren wurde jedes Detail der WM geplant und besprochen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Auch für Leute, die bislang noch nicht mit Taekwondo in Berührung gekommen sind, ist diese Weltmeisterschaft ein einzigartiges Erlebnis.re