Bronze im Doppel für Pranjkovic

von Redaktion

Tischtennis-Nachwuchs bei den French Open: Medaillen für Hollo und Tiefenbrunner

Metz – Große Freude bei Naomi Pranjkovic: Das Tischtennis-Eigengewächs des SV-DJK Kolbermoor gewann bei den mit 8000 Dollar dotierten French Open in Metz an der Seite von Annett Kaufmann (SV Böblingen) die Bronzemedaille im Schülerinnen-Doppel. Für die amtierenden deutschen Meisterinnen war es der erste Podestplatz auf internationaler Ebene.

„Ich bin mit dem dritten Platz sehr zufrieden, wenngleich durchaus Chancen auf ein noch besseres Ergebnis vorhanden waren“, so die 14-Jährige. Sowohl im Achtel- als auch Viertelfinale musste die Paarung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) jedoch lange Zeit kämpfen, um jeweils im fünften Satz gegen Anna Brzyska/Wiktoria Wrobel (Polen) und Anna Hursey/Dorottya Tolgyes (Wales/Ungarn) die Oberhand zu behalten. Gegen die an Position eins gesetzten Prithika Pavade/Elena Zaharia (Frankreich/Rumänien) reichte eine zwischenzeitliche 2:1-Führung nicht zur Endspiel-Teilnahme. Am Ende gab es eine 5:11, 11:8, 11:9, 8:11 sowie 7:11-Niederlage.

Nur sehr knapp verpasste Naomi Pranjkovic mit Annett Kaufmann und Jele Stortz (DJK Offenburg) einen weiteren Podestplatz im Team-Wettbewerb. Ein 2:1-Vorsprung langte im Viertelfinale gegen Russland nicht zum Sprung unter die letzten Vier. Die Drittligaspielerin aus Kolbermoor musste sich sowohl Vlada Voronina als auch Alina Zavarykina im fünften Durchgang mit 8:11 und 10:12 geschlagen geben. Besonders ärgerlich war die Niederlage gegen Zavarykina, denn beim Stand von 10:9 hatte Pranjkovic im letzten Abschnitt einen Matchball. Bei einem Sieg hätte das DTTB-Trio die Partie mit 3:1 gewonnen und wäre in das Halbfinale eingezogen. „Trotz der unglücklichen Niederlage habe ich aber gut gespielt.“

In der Einzel-Konkurrenz zog Pranjkovic als Gruppensiegerin ohne Niederlage in das 32-köpfige Hauptfeld ein. Nach einem 3:1-Sieg gegen die Ukrainerin Iolanta Yevtodii unterlag die nationale Titelträgerin im Achtelfinale der an Position eins gesetzten Europameisterin Elena Zaharia (Rumänien) im fünften Satz mit 9:11.

Laura Kaim, Mannschaftskollegin von Pranjkovic beim SV-DJK Kolbermoor II, zog mit einer 2:1-Bilanz in das Einzel-Hauptfeld ein. Gegen die spätere Turniersiegerin, Sakura Yokoi aus Japan, befand sich die 13-Jährige bei der 7:11, 4:11 und 6:11-Niederlage jedoch auf verlorenem Posten. „Trotzdem bin ich mit meinen Leistungen im Einzel nicht unzufrieden“, sagte Kaim, für die an der Seite von Jele Stortz direkt zum Auftakt der Doppel-Konkurrenz gegen Sara Devos/Anna Peters (Belgien/Niederlande) das Aus kam. „Jele und ich können deutlich stärker zusammen spielen. Ich hatte mir mehr erhofft.“

Weniger erfolgreich verlief das Turnier für Luis Kraus. Das Kolbermoorer Eigengewächs musste sich aus der Einzel-Konkurrenz bereits nach der Vorrunde verabschieden. Gegen Oscar Birriel Rivera (Peru/1:3), Louie Evans (Wales/1:3) und Celian Besnier (Frankreich/0:3) gab es Niederlagen. Im Doppel an der Seite von Sören Dreier (SuS Rechtsupweg) kam das Aus direkt in Runde eins aufgrund des 1:3 gegen die Thailand-Brüder Napat und Tanapat Thanmathikom.

Neben Naomi Prarnjkovic gingen zwei weitere Medaillen nach Kolbermoor. Mike Hollo, der für den TuS Fürstenfeldbruck in der Regionalliga spielt, gewann an der Seite von Simon Belik aus Tschechien Gold im Schüler-Doppel. Laura Tiefenbrunner vom Zweitliga-Aufsteiger TSV Schwabhausen holte mit dem Mädchen-Team Bronze.

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