Keine Geschenke für Ex-Coach Strobl

von Redaktion

1860 Rosenheim am Montag in der Pflicht

Rosenheim – 1:1 gewonnen – so könnte die Bewertung des TSV 1860 Rosenheim für das nicht unverdiente Remis gegen den Spitzenreiter FC Bayern München II lauten. Auch wenn dieser eine Punkt in der Tabelle nicht den ganz großen Einfluss genommen hat, so konnte man doch am vergangenen Montag erneut unter Beweis stellen, dass man in der Fußball-Regionalliga Bayern – Deutschlands vierthöchster Fußballliga – mit jedem Team mithalten kann. Für den TSV 1860 geht es nun am Ostermontag mit einem Heimspiel um 14 Uhr weiter. Gegner im Jahnstadion ist der FC Ingolstadt 04 II, an dessen Seitenlinie mittlerweile der ehemalige Rosenheim-Coach Tobias Strobl das Sagen hat.

Vor wenigen Wochen noch wäre das Wiedersehen mit dem Ex-Coach für beide Seiten brisant gewesen. Nach einem 1:1 gegen den FC Pipinsried stand Strobl und sein Team auf dem 13. Tabellenplatz, drei Punkte vor den Relegationsplätzen und fünf vor den Innstädtern. Nun, nach zwei Siegen in Folge, sprangen die kleinen Schanzer auf Rang acht und somit weit weg von der gefährlichen Abstiegszone. Am Ende der Spielzeit 2018/19 könnte allerdings doch noch der letzte Rang blühen. Wie das geht? Wenn – und darauf deuten derzeit die aktuellen Ergebnisse hin – das Profiteam des FC Ingolstadt 04 aus der 2. Bundesliga absteigen sollte, muss laut Reglement auch die Reserve runter. Grund hierfür ist eine Zwei-Klassen-Unterschieds-Regel: „Zweite Mannschaften von Vereinen der 3. Liga […] sind in der 4. Spielklassenebene nicht teilnahmeberechtigt“, so der exakte Wortlaut des Regelbuches. Dies würde bedeuten, dass Strobls Truppe trotz des sportlichen Nicht-Abstiegs automatisch auf Tabellenplatz 18 gesetzt würde und somit als erster Absteiger feststünde.

Beim TSV 1860 Rosenheim ist man sich bei aller Freude über den Punktgewinn gegen den Tabellenführer FC Bayern München II bewusst, dass im Kampf um den Klassenerhalt nun entscheidende Wochen warten und möglichst Siege eingefahren werden müssen. Auch der Kreislauf „gutes Abschneiden im Top-Spielen, schwache Ergebnisse in darauffolgenden Kellerduellen“ soll gegen den FC Ingolstadt 04 II endlich durchbrochen werden. Vor allem gegen Teams aus der unteren Tabellenregion tat sich der TSV in dieser Spielzeit schwer. Was gegen Top-Teams gut funktionierte, war in den Spielen gegen Mit-Konkurrenten häufig Makulatur.

Das kleine Rosenheimer Lazarett lichtet sich derzeit deutlich, was auch ein großer Verdienst von Physiotherapeut Markus Grundner ist. Auch bei Leopold Krüger (Schulter) deuten die Zeichen auf ein baldiges Comeback hin. Für die Rosenheimer Führungsspieler Matthias Heiß und Ludwig Räuber sowie für Yanick Tobias wird die Partie gegen den FCI insofern eine ganz besondere sein, waren doch alle drei zuvor bei den Schanzern aktiv.mpo

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