Einsiedler verschafft Hoffnung

von Redaktion

Zwei Tore des Angreifers sichern 1860 Rosenheim den 2:1-Heimsieg

Rosenheim – Sieben Monate und genau einen Tag dauerte der negative Lauf – so lange brauchte es, bis der TSV 1860 Rosenheim in der Fußball-Regionalliga Bayern wieder einen Sieg feiern konnte. Nach dem 3:2 über die zweite Mannschaft des FC Bayern München am 21. September 2018 gab es am gestrigen Ostermontag einen 2:1-Erfolg über die zweite Garnitur des FC Ingolstadt 04. Dazwischen lagen acht Punktspiele im Jahnstadion, von denen die Sechziger sechs verloren und nur zweimal remisierten.

Das Ende der Negativserie haben die Rosenheimer einer sehr engagierten und insgesamt ordentlichen Mannschaftsleistung zu verdanken, letztlich aber wieder einmal Markus Einsiedler. Der mannschaftsdienliche und stets präsente Offensivakteur schnürte bereits zum dritten Mal in dieser Saison einen Doppelpack und markierte seine Tore zehn und elf in dieser Spielzeit. Treffer, die Punkte bringen: 15 Zähler sprangen mit Einsiedler-Toren heraus, lediglich beim 3:4 gegen Eichstätt war ein Treffer des 30-Jährigen wertlos.

Diesmal schlug Einsiedler zweimal in der Luft zu: Beim 1:0 spielten die Sechziger einen bereits abgewehrten Eckball schnell wieder in den Strafraum, Mathias Heiß verlängerte per Kopf in die Mitte, wo Einsiedler höher stieg als der spät reagierende Ingolstadt-Schlussmann und einköpfte. Beim zweiten Treffer lief der Offensivspieler in eine schöne Flanke von Maximilian Mayerl und setzte die Kugel am langen Pfosten überlegt ins lange Eck. „Wunderschön gespielt“, lobte 1860-Coach Thomas Kasparetti. Dazwischen lag der Ingolstädter Ausgleich durch den quirligen und technisch starken Patrick Sussek, der vor dem fangbereiten Torwart Mario Stockenreiter in einen langen Diagonalball der Gäste spritzte und per Kopf ins verwaiste Gehäuse traf.

Nach einer eher ausgeglichenen ersten Hälfte hätten die Sechziger dann im zweiten Durchgang für die vorzeitige Entscheidung sorgen können. Luftetar Mushkolaj, Korbinian Linner und Danijel Majdancevic ließen aber gute Möglichkeiten aus. Auf der anderen Seite parierte Stockenreiter bei einem Volley von Sussek stark. „Wir können momentan kein Spiel in Ruhe zu Ende bringen“, meinte Einsiedler, „dafür fehlt uns derzeit das Selbstverständnis“.

Und so wurde es am Ende hektisch – auch zwischen den Trainerbänken, wo es in der Schlussphase mehrmals zu Disputen zwischen Ex-1860-Coach Tobias Strobl und der Rosenheimer Bank kam. Die Hektik übertrug sich auch aufs Spielfeld: Erst sah Ingolstadts Thomas Keller wegen Notbremse die Rote Karte, dann Mushkolaj wegen einer Unberherrschtheit, als er nach einem Foul an ihm den Ingolstädter Spieler umstieß. „Der Dreier hat unglaublich gut getan. Das zeigt, dass wir immer daran glauben“, freute sich Kasparetti über den ersten Heimsieg seit sieben Monaten. Parallele zu damals: Ein Einsiedler-Doppelpack.

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter, Heiß (ab 46. Lenz), Wallner, Krätschmer, Linner (ab 90. + 2 Tobias), Räuber, Maier, Mayerl, Einsiedler, Majdancevic (ab 82. Jahic), Mushkolaj.

Schiedsrichter: Speckner (SG Schloßberg 09).

Zuschauer: 380.

Tore: 1:0 Einsiedler (17.), 1:1 Sussek (20.), 2:1 Einsiedler (36.).

Besonderheiten: Rote Karten für Ingolstadts Keller wegen einer Notbremse (86.) und Rosenheims Mushkolaj wegen einer Unsportlichkeit (88.).tn

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