Profitiert Siegsdorf von einem Traunsteiner Fehler?

von Redaktion

FUSSBALL-KREISLIGA 2 Im Abstiegskampf muss das Sportgericht entscheiden – Prien bereits heute – Riedering mit Heimspiel

Prien/Siegsdorf – Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga 2 spielt nun auch das Kreissportgericht mit. Denn beim 1:1-Remis zwischen der zweiten Mannschaft des SB Chiemgau Traunstein und dem TSV Siegsdorf ist mit Koby Greaves bei der Landesliga-Reserve ein Akteur eingesetzt worden, dessen Spielberechtigung infrage gestellt wird. Greaves hatte in der Landesliga zwar am vergangenen Wochenende in Töging sowie unter der Woche gegen Deisenhofen pausiert, war aber zehn Tage vor dem Auftritt gegen Siegsdorf bei der „Ersten“ in Bogen in der Startformation. „Der SBC hat das sicher nicht mit Absicht gemacht. Das Ganze ist auch eine komplizierte Regel“, meinte Siegsdorf-Coach Willi Aigner, der aber auch klar sagt: „Wir werden das abklären lassen.“ Bei nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone wären zwei Zähler am „grünen Tisch“ für die Siegsdorfer natürlich ein Segen.

Zumal am Samstag um 16 Uhr eine schwere Aufgabe auf die Aigner-Truppe wartet: Die seit sieben Begegnungen sieglosen Siegsdorfer erwarten den neuen Tabellendritten TSV Peterskirchen, der seit neun Spielen ungeschlagen ist und zuletzt drei Siege ohne Gegentor feierte: „Derzeit ist eine unglaubliche Euphorie in der Mannschaft. Diesen Schwung werden wir versuchen, weiter auszunutzen“, so Peterskirchen-Coach Daniel Winklmaier.

Ein Sportgerichtsurteil gegen Traunstein würde auch dem Tabellenletzten SV See- on-Seebruck ein Fünkchen mehr Hoffnung geben. Dann würde der Rückstand des Schlusslichts auf den Relegationsrang nur noch fünf Zähler betragen. Der Nachzügler ist am Samstag um 15 Uhr beim BSC Surheim zu Gast. Zur gleichen Zeit muss die Traunsteiner „Zweite“ beim TuS Traunreut ran, der seinen zweiten Tabellenplatz mit einem Erfolgserlebnis verteidigen möchte.

Einsam seine Kreise an der Tabellenspitze zieht der TSV Teisendorf. Die Elf von Trainer Andi Brandl hat sechs Spieltage vor Schluss zehn Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz. „Das ist eine tolle Ausgangsposition – mehr aber auch nicht“, sagt Brandl vor dem Heimauftritt seiner Truppe am Samstag um 14 Uhr gegen den FC Hammerau.

Abstiegskampf pur ist am Samstag ab 15 Uhr angesagt, wenn der SC Inzell den TSV Altenmarkt zu Gast hat. Beide Teams stehen zwar noch kurz vor der gefährdeten Zone, allerdings deutet die Tendenz klar nach unten. Inzell ist seit fünf Spielen sieglos, Altenmarkt wartet gar seit sechs Begegnungen auf ein Erfolgserlebnis. Nun bleibt abzuwarten, wer denn die Kurve kriegt.

Der SV Riedering befindet sich zwar noch auf einem Relegationsplatz, allerdings geht die Formkurve bei der Truppe von Trainer Heinz Köstler nach oben. Seit der Winterpause gab es in vier Spielen sieben Zähler und so darf man wieder klar vom direkten Ligaverbleib träumen. Am Sonntag um 14 Uhr erwarten die Riederinger den TSV Waging, der seit sechs Partien ungeschlagen ist – eine äußerst schwierige Aufgabe. „Wir haben schon mitbekommen, dass Waging gut drauf ist und einen Lauf hat“, sagt Köstler, „dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein vernünftiges Spiel abliefern werden. Für uns gilt nach wie vor, in jedem Spiel zu punkten, um hinten rauszukommen.“

Den Anfang der 21. Runde machen heute Abend ab 19.45 Uhr der TuS Prien und der SV Kay. Beide Mannschaften sind gut in Form: Die Gastgeber vom Chiemsee holten aus den vier Spielen seit der Winterpause drei Siege, Kay war fünf Spiele lang unbesiegt, ehe man sich zuletzt in einem hart umkämpften Match dem Spitzenreiter Teisendorf mit 0:1 geschlagen geben musste.tn

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