Wiesbaden – „Endlich habe ich mal wieder ein gutes Turnier gespielt“, strahlte Mike Hollo, Tischtennis-Talent aus Kolbermoor, als bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Wiesbaden die Siegerehrung im Buben-Einzel durchgeführt wurde. Hinter dem neuen Titelträger Kay Stumper (Salamander Kornwestheim) sowie Kirill Fadeev (VfR Fehlheim) belegte der 15-Jährige den Bronzeplatz und bestätigte damit seine Setzungsposition drei.
Mit fünf Erfolgen spielte sich Hollo bis in die Vorschlussrunde und befand sich auch gegen Stumper nicht auf verlorenem Posten. Ein 11:9 und 8:5-Vorsprung reichte allerdings nicht zum Einzug in das Endspiel. „Ich habe einige leichte Bälle liegen gelassen“, fand Hollo schnell einen Grund für die 2:4-Niederlage. Im Doppel schied der Regionalligaspieler des TuS Fürstenfeldbruck im Achtelfinale an der Seite von Jan Kämmerer (TSG Kaiserslautern), der für den unverändert verletzten Felix Wetzel aus Kolbermoor nachgerückt war, im Achtelfinale aus.
Tiefenbrunners
Comeback gelingt
Nach wochenlangen Schulterproblemen feierte Laura Tiefenbrunner auf nationaler Ebene ein vielversprechendes Comeback und gewann an der Seite von Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten) gleich die Bronzemedaille im Doppel. Das an Position zwei gesetzte Duo erreichte ohne Satzverlust das Halbfinale, unterlag dann aber Yuki Tsutsui und Wenna Tu von der NSU Neckarsulm mit 1:3. Im Einzel lief es für die in Kolbermoor lebende Tiefenbrunner dagegen nicht wie gewünscht. Aufgrund des zweiten Platzes nach der Vorrunde, die 17-Jährige musste sich der Überrraschungsdritten Lea Lachenmayer (TTC Frickenhausen) geschlagen geben, kam es bereits im Achtelfinale zum Duell mit Titelverteidigerin Sophia Klee (SC Niestettal). Laura Tiefenbrunner hatte gegen die spätere deutsche Meisterin nach fünf Sätzen das Nachsehen.
Groß war die Enttäuschung bei Naomi Pranjkovic. Das Kolbermoorer Eigengewächs hatte im Doppel-Wettbewerb bereits die Hand an der Medaille, doch zusammen mit Annett Kaufmannn (SV Böblingen) wurde das Viertelfinale gegen Tsutsui/Tu trotz einer 9:3- und 10:7-Führung im fünften Abschnitt noch verloren. „Wir haben unsere Taktik nicht konsequent gespielt. Die Niederlage ist deshalb sehr bitter“, so die deutsche Schülermeisterin.
Im Einzel-Wettbewerb erreichte Pranjkovic zwei Tage vor ihrem 15. Geburtstag das Achtelfinale und schied gegen die spätere Vizemeisterin Anastasia Bodnareva (VfR Fehlheim) mit 2:4 aus. „Obwohl ich viele lange Ballwechsel gewonnen habe, sind mir insgesamt einige leichte Fehler unterlaufen. Trotzdem bin ich mit dem Sprung unter die letzten 16 zufrieden“, meinte Pranjkovic.
Niederlage im
Nationalteam-Duell
Laura Kaim, Mannschaftskollegin von Naomi Pranjkovic in der 3. Damen-Bundesliga Süd, zog mit drei Erfolgen und nur einem Satzverlust in die Einzel-Hauptrunde ein. Im Duell zweier Schüler-Nationalspielerinnen gab es zum Auftakt allerdings eine 2:3-Niederlage gegen Mia Griesel (TSV Lunestedt). Im Doppel unterlag Kaim mit Ayumu Tsutsui (TTC GW Staffel) im Achtelfinale gegen Mia Griesel und Sofia Stefanska (TuS Horsten).