Alle Trümpfe selbst in der Hand

von Redaktion

Tischtennis-Bundesligist Kolbermoor heute gegen Bad Driburg im Halbfinalrückspiel

Kolbermoor – Am Dienstag gewannen Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen das erste Play-off-Halbfinalspiel beim TuS Bad Driburg mit 6:2. Heute, Freitag, ab 18.30 Uhr, soll im Heimspiel der Einzug in das Endspiel perfekt gemacht werden.

Am Dienstag hat Kolbermoors Coach Michael Fuchs immer wieder einen Blick auf sein Handy geworfen, fand doch parallel zum Gastspiel seiner Damen in Bad Driburg das zweite Halbfinale zwischen dem TSV Langstadt und dem TTC Berlin statt. Die Bundeshauptstädterinnen gewannen dabei in Hessen mit 6:4, so dass mit einem Einzug der Berlinerinnen, die heute Abend ebenfalls das Rückspiel in eigener Halle bestreiten, in das Finale zu rechnen ist.

Michael Fuchs interessiert aber viel mehr, was das heimische Quartett am heutigen Freitag – Spielbeginn gegen den TuS Bad Driburg ist bereits um 18.30 Uhr – zustande bringt. Und dabei halten Kolbermoors Damen alle Trümpfe selbst in der Hand. „Wir werden die heutige Begegnung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir spielen auf alle Fälle auf Sieg“, gab Fuchs zu verstehen. Dies wird er auch so an sein Team weitergeben. Denn dass man nach den Eingangsdoppeln wieder mit 2:0 führt, so wie am Dienstag, dafür gibt es keine Garantie. Der 3:1-Sieg von Jia Liu und Katharina Michajlova gegen das Bad Driburger Duo Eerland/de Nutte war schon eine Besonderheit, die nicht unbedingt eingeplant war.

Auch in den Einzeln kann sich schnell ein vermeintlicher Vorteil in einen Nachteil verwandeln. Kristin Lang beispielsweise hat gegen Britt Eerland beim Fünfsatzerfolg gerade noch gewonnen. Dafür musste sich Jia Liu gegen die Niederländerin beugen, obwohl auch sie schon im Entscheidungssatz geführt hatte. „Ich erwarte, dass die Damen erneut gut vorbereitet in dieses Spiel gehen. Es wird sicherlich kein Selbstläufer,“ sagte Michael Fuchs.

Bad Driburgs Spitzenspielerin Nadine Bollmeier hat eine mögliche dritte Begegnung noch nicht ganz abgehakt. „Wir werden nochmals alles versuchen und machen die weite Fahrt nicht um uns wehrlos in unser Schicksal zu ergeben“, sagte sie. Dies ist sicherlich eine Ansage, aber Kolbermoors Damen wollen den Sack zumachen und das Finale erreichen. Wahrscheinlich heißt der Gegner da Berlin und da hat man noch eine Rechnung aus der Meisterschaft zu begleichen. eg

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