Hagen – Nach längerer Turnierpause zeigten sich die Mannschaftsweltmeister Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB beim internationalen Vier-Sterne-Turnier in Hagen in beeindruckender Form. Im Grand Prix platzierten sich die Aubenhausenerin und die zwölfjährige Trakehnerstute mit 77,391 Prozent hinter ihren Teamkollegen Sönke Rothenberger und Isabell Werth an dritter Stelle. Ein Missverständnis in der zweiten Passage hatte das Paar wertvolle Punkte gekostet.
Im Grand-Prix-Special machte es die A-Kaderreiterin als letzte Starterin noch einmal richtig spannend. Von Beginn an war das Paar im Flow und schien mit traumwandlerischer Sicherheit von Höchstschwierigkeit zu Höchstschwierigkeit zu tanzen. Für Piaffen, Passagen, Trabverstärkungen sowie Sitz und Einwirkung der Reiterin gab es wiederholt die 9. Das Gesamtergebnis, das länger auf sich warten ließ, war denkbar knapp. Mit 79,404 Prozent, ihrem bisher besten Ergebnis in einem Special, wurden die Aubenhausenerin und ihre „Dancing Queen“ Zweite hinter Sönke Rothenberger und Cosmo mit 79,638 Prozent und vor Isabell Werth und Emilio mit 78,298 Prozent.
Benjamin Werndl wagte sich mit seinem Nachwuchsstar Famoso OLD in die stark besetzte Grand-Prix-Tour und setzte sich gut in Szene. In beiden Prüfungen wurde er Fünfter. Mit dem erst zehnjährigen Oldenburger hatte der 34-jährige Kaderreiter bereits Ende letzten Jahres als Zweiter im renommierten Louisdor-Preis-Finale auf sich aufmerksam gemacht. In den vergangenen Monaten hat der Braune deutlich an Kraft und Ausdruck gewonnen.
„Wir hatten großartige Momente und hier und da auch noch ein paar Unsicherheiten. Ich freue mich auf alles, was da noch so kommt“, blickt Werndl zuversichtlich nach vorne.
Die nächsten Turnierstarts stehen für die Geschwister schon fest. Vom 30. Mai bis 2. Juni werden sie ihre Pferde auf der „Pferd International“ in München-Riem satteln. Zwei Wochen später geht es zu den deutschen Meisterschaften im Rahmen des „Balve Optimum“ ins Sauerland. sn