Kolbermoor – Die Bundesliga-Tischtennisdamen des SV DJK Kolbermoor stehen wie im Vorjahr wiederum im Finale. Im Halbfinalrückspiel schlugen sie den TuS Bad Driburg mit einer sehr guten Leistung klar mit 6:1.
„Wir wollten dem Publikum eine Show bieten und ich denke, das haben wir geschafft“, sagte eine durchwegs glückliche Jia Liu nach Spielende. Über weite Strecken haben sie auch wirklich eine Show abgeliefert. Schon die beiden Eingangsdoppel, die – wie schon am Dienstag – mit einer 2:0 Führung endeten, waren ihr Eintrittsgeld wert.
Besonders das Duell Winter/Lang gegen Bollmeier/Klee hatte es in sich. So lag beispielsweise das heimische Duo im ersten Satz mit 9:10 im Rückstand, musste insgesamt zwei Satzbälle abwehren und gewann noch mit 14:12 in der Verlängerung. Auch wenn man den zweiten Durchgang durch einen Aufschlagfehler mit 9:11 verlor, nahm die Dominanz in den beiden folgenden Sätzen zu. Im vierten Satz führte man bereits mit 5:0, ehe die Gäste eine Auszeit nahmen. Dies half ihnen jedoch wenig, denn Kristin Lang und Sabine Winter dachten gar nicht daran, ein Gang runterzuschalten. Die Folge war ein 11:2-Sieg. In den Einzeln kam den Gastgeberinnen auch zugute, dass die Niederländerin Britt Eerland krankheitsbedingt nicht mit von der Partie war und deshalb Jia Liu einen ungefährdeten 3:0 Sieg gegen Nadine Bollmeier einfuhr.
Dies hatte auch Kristin Lang eingeplant. Gegen Sarah de Nutte führte sie zunächst auch mit 2:1 Sätzen, kassierte dann aber den Ausgleich. In der Folge kam sie im Entscheidungssatz aus dem Tritt und lag schnell mit 0:3 im Rückstand. Daraufhin nahm Kolbermoors Trainer Michael Fuchs eine Auszeit für seinen Schützling, die aber nur bedingt etwas einbrachte. Letztlich ging der Entscheidungssatz mit 7:11 verloren. Allerdings sollte dies der Ehrenpunkt für die Gäste aus Nordrhein-Westfalen bleiben, denn im hinteren Paarkreuz gab man sich keine Blöße. Insbesondere Sabine Winter ließ einer hoffnungslos überforderten Ersatzspielerin Alexandra Elrich nicht den Hauch einer Chance und gewann nach dem 11:4 im ersten Satz die beiden nächsten Durchgänge jeweils mit 11:1. Die 4:1 Führung war natürlich mehr als die halbe Miete. Und als auch noch Svetlana Ganina durch den 3:0 Erfolg – den ersten Satz gewann auch sie mit 11:1 – auf 5:1 stellte, war der Finaleinzug, nachdem ja ein Unentschieden reichte, perfekt.
Für Spannung sorgte dann noch Jia Liu, als sie im Spitzenspiel gegen Sarah de Nutte fast noch eine sicher scheinende 2:0 Satzführung aus der Hand gegeben hätte. Im vierten Durchgang fand sie den berühmten Faden wieder und gewann mit 11:8. „Obwohl bei den Gästen Britt Eerland fehlte, haben wir voll auf Sieg gespielt. Es waren ein paar enge Sätze dabei, aber hinten waren wir überlegen“, so der kurze Kommentar von Chefcoach Michael Fuchs.
Am 17. und 19. Mai kommt es nun zum erhofften Traumfinale gegen den ttc berlin eastside, der den TSV Langstadt nach dem 6:4 Erfolg im ersten Duell im Rückspiel mit 6:2 bezwang.
Für den SV DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Liu/Michajlova, Lang/Winter (je 1); Einzel: Liu (2), Winter, Ganina (je 1).