Trainernovize als Erfolgsgarant

von Redaktion

Teisendorfer Andi Brandl im Interview

Teisendorf – „Die erste Nacht hab‘ ich noch mit der Mannschaft durchgezogen, den Rest des Wochenendes hat das Team dann allein weitergefeiert.“ Den Worten von Andi Brandl, dem Aufstiegscoach des TSV Teisendorf, kann man entnehmen, dass die Kreisliga-2-Meistersause, die am Freitag in der Kabine des Priener Sportparks begann, ziemlich lang und intensiv war. „Jetzt freuen wir uns auf die Bezirksliga“, sagte Brandl (35) im Interview.

Herr Brandl, Sie sind ja ein Trainernovize – dann gleich Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg, und das bereits am fünftletzten Spieltag!

(schmunzelt) Na ja, ein Neuling bin ich ja nicht, ich trainiere ja schon seit drei Jahren die G-Junioren des ESV Freilassing, bei denen mein siebenjähriger Sohn Tobias spielt. Klar: Der Titelgewinn ist ein Riesenerfolg für uns, jetzt betreten wir in der Bezirksliga Neuland und wollen uns – auch ohne Stefan Hoiß und Torwart Franz Schwangler – so gut wie möglich präsentieren.

In Teisendorf fließt weiterhin kein Geld – hört man zumindest.

Das wird auch eine Liga höher so bleiben. Trotzdem werden wir uns gezielt verstärken, um auf allen Positionen gut besetzt zu sein. Wir werden sicher keine zehn Neuen holen, aber drei, vier Zugänge tun unserem tollen Kader mit lauter Teisendorfern, die sich alle auch neben dem Platz bestens verstehen, sicher ganz gut.“

Wie hilfreich war das Schwächeln der Konkurrenz?

Dass wir schon jetzt Meister sind, hängt natürlich auch damit zusammen, dass Traunreut in neun Rückrunden-Spielen nur fünf Punkte gemacht hat. Aber wir haben aktuell auch sechs Siege zu Buche stehen und dabei nur ein Gegentor kassiert. Wir haben also gar nicht so sehr auf die anderen schauen müssen.

Wie lief’s am Tag des Meisterstücks, am Freitag in Prien, auf dem grünen Rasen?

Das war unsere beste Saisonleistung, nicht nur weil wir am Ende Meister wurden. Vor allem die Art und Weise, wie wir den sehr variabel, auf verschiedenen Positionen spielenden Ex-Profi Maxi Nicu im Griff hatten, war gewaltig. Den haben wir total zermürbt, der hat nicht einen einzigen Torabschluss bekommen. Da muss ich ausdrücklich alle Spieler loben, die gegen ihn gespielt haben, denn vor Nicu hatte ich schon großen Respekt. Interview Christian Settele

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