Platja d’Aro/Kolbermoor – Mit zwei Bronzemedaillen im Gepäck kehrte Laura Tiefenbrunner, Tischtennis-Talent aus Kolbermoor, von den Spanish Junior Open aus Platja d’Aro in die Heimat zurück. „Insgesamt bin ich mit meinen Leistungen zufrieden“, sagte die 17-Jährige nach ihrem dritten Platz in der Einzel- und Team-Konkurrenz.
Mit drei Erfolgen gegen Berenice Marteau (Frankreich/3:1), Ines Batista (Portugal/3:2) und Mireia Pereto (Spanien/3:0) beendete die an Position acht gesetzte Tiefenbrunner die Gruppenphase souverän auf dem ersten Platz.
Nach souveränen 4:1-Siegen gegen Elene Sagardia (Spanien) und Helga Dari (Ungarn) kam es im Viertelfinale zum Duell mit der Russin Ekaterina Zironova, die im vergangenen Jahr bei den Jugend-Europameisterschaften im rumänischen Cluj-Napoca noch Bronze gewonnen hatte. In einer hochdramatischen Partie setzte sich Laura Tiefenbrunner mit 4:3 durch und hatte durch den Einzug in die Vorschlussrunde bereits Bronze sicher. Zu mehr reichte es allerdings nicht, denn die spätere Turniersiegerin Olga Vishniakova (Russland) beendete die Erfolgsserie durch einen 4:2-Sieg.
In der Mannschaftskonkurrenz meisterte das Trio von Bundestrainerin Dana Weber, neben Tiefenbrunner kamen Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten) und Anastasia Bondareva (VfR Fehlheim) zum Einsatz, die Vorrunde durch zwei souveräne 3:0-Siege gegen Spanien und Tschechien als Gruppensieger. Im Halbfinale gab es trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung eine unglückliche 2:3-Niederlage gegen ein kombiniertes Team aus Russland sowie Tschechien. Tiefenbrunner verlor beide Einzel.
Besonders ärgerlich war die Niederlage gegen Natalia Malinina, denn insgesamt vier Matchbälle reichten im fünften Satz nicht zum Triumph. „Wenn ich diese Partie gewonnen hätte, wären wir mit einem 3:0-Sieg in das Finale eingezogen“, haderte das SV-Eigengewächs anschließend. Im Doppel unterlagen die an Position vier gesetzten Laura Tiefenbrunner und Giulia Takahashi (Brasilien) bei ihrer Premiere im Achtelfinale den beiden Taiwanesinnen Chen Tsai-NI/Liu Ru-Yun in fünf Durchgängen.
Große Freude auch bei Naomi Pranjkovic: Die Drittligaspielerin des SV DJK Kolbermoor II gewann zusammen mit Jele Stortz (DJK Offenburg) im Schülerinnen-Doppel die Silbermedaille. „Ich bin sehr glücklich. Wir haben super zusammengespielt“, strahlte die deutsche Schülermeisterin über ihr ganzes Gesicht. Durch souveräne 3:1-Erfolge gegen Ainhoa Cristobal/Elvira Fiona Rad (Spanien), Ines Matos/Patricia Santos (Portugal) und Anastasiia Beresneva/ Svetlana Dmitrienko (Russland) qualifizierte sich die Kombination des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) für das Endspiel. Erst die an Position zwei gesetzten Russinnen Vlada Voronina und Alina Zavarykina erwiesen sich bei der 9:11-, 7:11- sowie 6:11-Niederlage als eine Nummer zu groß.
Weniger erfolgreich verlief für Pranjkovic der Einzel-Wettbewerb, denn nach dem souveränen Gruppensieg schied die 14-Jährige im Achtelfinale gegen Ines Matos mit 8:11, 7:11 und 8:11 aus. „Ich war viel zu aufgeregt und unkonzentriert.“ In der Mannschaftskonkurrenz verpassten Naomi Pranjkovic und Jele Stortz aufgrund der 2:3-Niederlage in der alles entscheidenden Gruppenpartie gegen Spanien den Einzug in das Viertelfinale.
Auch Mike Hollo stand in Platja d’Aro auf dem Siegerpodest. Der EM-Dritte aus dem vergangenen Jahr gewann mit Felix Köhler (TSG Kaiserslautern) Mannschafts-Bronze. Im Halbfinale verlor das Duo trotz einer anfänglichen 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen Frankreich. Im Einzel unterlag Hollo in Runde zwei gegen den späteren Sieger Alexis Kouraichi aus Frankreich mit 1:3. „Das war nicht mein bestes Spiel“, sprach der 14-Jährige Klartext. Deutlich stärkere Leistungen zeigte Hollo bei den Jungen und qualifizierte sich im Einzel für die zweite Hauptrunde. Carlo Rossi (Italien) wurde seiner Favoritenrolle beim 4:2-Erfolg gerecht und später Zweiter.