Auf den Spuren des TSV Teisendorf

von Redaktion

Streifzug durch den Fußball-Kreis Inn/Salzach kurz vor dem Saisonende

Rosenheim/Mühldorf – Nur noch vier… Bruckmühl, Mehring, Tattenhausen, BiH Rosenheim, Eiselfing und Ruhpolding können mit etwas Glück schon am Wochenende den Meistertitel in ihren Fußball-Ligen feiern, vier Spieltage vor dem Saisonfinale am ersten Juni-Wochenende. Der TSV Teisendorf hat das in der Kreisliga 2 schon geschafft.

Kreisliga 1: Genau 25 Jahre ist es her, dass der SV Bruckmühl aus der Bezirksliga abstieg. Heute Abend schon könnte die Rückkehr perfekt sein. Ein Heimsieg im Lokalderby gegen den TuS Bad Aibling und kein Sieg des SV Westerndorf gegen Edling, und die Elf von Georg Mühlhamer wäre vorzeitig Meister. Leistet Edling keine Schützenhilfe, müssen die Mangfalltaler eben noch eine Woche warten – dann haben sie im Spitzenspiel in Westerndorf alles selbst in der Hand. Nach Platz zwei im Vorjahr und Platz drei vor zwei Jahren wäre der Titel fast logisch. Die letzte Niederlage datiert von Anfang Oktober. Um den Platz in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde kämpfen noch Emmering und die SG Tüßling-Teising mit. Am Tabellenende ist es sogar einVierkampf: Oberbergkirchen, Edling und die Töginger Landesliga-Reserve sind punktgleich (je 16), doch der SB Rosenheim II (13) hat mit Heimspielen gegen Oberbergkirchen und Töging II noch fast alles selbst in der Hand.

Kreisliga 2: Vier Spieltage vor dem Saisonende durfte der TSV Teisendorf bereits den Titel feiern – und kehrt nach genau 40 Jahren in die Bezirksliga zurück. Genau einmal hat das Team von Trainer Andreas Brandl in dieser Saison verloren: 1:5 in Inzell. Die frühe Meisterschaft ist aber auch Folge des Absturzes beim TuS Traunreut. Der Herbstmeister hat von neun Spielen in der Rückrunde nur eins gewonnen und muss sogar um Platz zwei bangen. Klappt es wenigstens heute gegen das Schlusslicht Seeon? Nachbar Waging hat als Zweiter zwei Punkte Vorsprung auf den TuS und auf den TSV Peterskirchen, der sich in der Rückrunde von Rang zehn (!) auf drei vorgearbeitet hat. Den SV Seeon-Seebruck, der sich zweimal in der Relegation gerettet hat, rettet diesmal wohl nichts mehr. Aus dem Trio Riedering, Altenmarkt (je 22 Punkte) und SB Chiemgau Traunstein II (21) müssen zwei in die Abstiegsrunde.

Kreisklasse 1: Pang, Söllhuben oder Flintsbach – diese drei machen die Meisterschaft und den Platz in der Relegation unter sich aus. In den Abstiegskampf sind mindestens noch fünf Teams verwickelt. Der Tabellenletzte TSV Bernau hat den Klassenerhalt trotz vier Punkten Rückstand auf Platz elf selbst der Hand: Er trifft in den nächsten drei Spielen auf die direkten Rivalen Nußdorf, Grassau und NK Croatia Rosenheim.

Kreisklasse 2: SV Vogtareuth und Schechen haben sich vom Verfolgerfeld auf den ersten Blick etwas abgesetzt – doch der Schein trügt, zumindest für den SVS. Denn er muss in der nächsten Woche noch einmal pausieren, dann könnte der ehrgeizige SV Amerang bis auf drei Punkte heranrücken. Für den Spitzenreiter Vogtareuth wäre ein Sieg über Aßling morgen schon die halbe Miete, was den Aufstieg angeht. Im Kampf um den Klassenerhalt ist für den SV Oberndorf (18 Punkte) das Lokalderby gegen den FC Maitenbeth (22) am Sonntag die Riesen-Chance, vom einzigen Direktabstiegs-Platz wegzukommen. In Aßling (22) zeigt der Trend besonders stark abwärts: Der Vorjahres-Aufsteiger hat in der Rückrunde erst vier Punkte geholt.

Kreisklasse 3: Zur Halbzeit wissen die Kicker des SV Mehring am Sonntag schon, ob sie die Chance auf den vorzeitigen Titelgewinn haben. Denn dazu dürfte der SC Danubius Waldkraiburg in Garching nicht gewonnen haben – und der SVM müsste natürlich bei der SpVgg Mühldorf die Oberhand behalten. Zumindest Platz zwei dürften die Waldkraiburger abgesichert haben, die sich in sechs Jahren von der C-Klasse nach oben gearbeitet haben und in der Relegation jetzt den Durchmarsch in die Kreisliga schaffen könnten. Im Tabellenkeller droht derweil Langeweile. Der FC Grünthal II war von Anfang an chancenlos und wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Bei einem Garchinger Sieg kann Winhöring – diesmal spielfrei – die Relegation nur noch theoretisch vermeiden.

Kreisklasse 4: Bis auf einen Punkt kann Tittmoning mit einem „Dreier“ am Sonntag in Vachendorf zu Spitzenreiter Piding aufrücken, muss aber eine Woche später noch einmal pausieren. Auch Anger hat – mit einem Spiel mehr vor der Brust – die Hoffnung noch nicht aufgegeben, zumindest Vizemeister zu werden. Am anderen Ende der Tabelle geht es unübersichtlich zu. Die Abstiegszone umfasst eigentlich die ganze zweite Tabellenhälfte. Den stärksten Abwärtstrend zeigt der SV Oberteisendorf, der in der Rückrunde erst einmal gewonnen hat und vom vierten auf den drittletzten Platz abgestürzt ist. Der SVL Tacherting, nach der ersten Saisonhälfte noch Vorletzter, hat sich als beste Mannschaft der Rückrunde dagegen praktisch gerettet.

A-Klasse 1: Kann morgen in Tattenhausen schon gefeiert werden? Ein Punkt gegen Oberaudorf reicht schon, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Denn der direkte Vergleich spricht jeweils gegen die Verfolger aus Großkarolinenfeld (diesmal spielfrei) und Hohenthann. Der Vierte aus Hohenthann kann mit einem Sieg in Kiefersfelden mit Großkaro gleichziehen – dann käme es eine Woche später wohl zum vorentscheidenden Duell um die Vizemeisterschaft. Der SV-DJK Kolbermoor II ist immer noch ohne eine Punkt und längst abgestiegen, Großholzhausen II hat am Sonntag gegen Au II die allerletzte Chance, die Relegation noch zu vermeiden.

A-Klasse 2: Der Meistertitel ist für den FC Bosna i Hercegovina nur noch Formsache. Drei Punkte morgen beim Schlusslicht in Übersee, und die Rosenheimer sind vom WSV Aschau nicht mehr einzuholen. Acht Spiele, acht Siege lautet die stolze Rückrunden-Bilanz. Der Aufstieg in die Kreisklasse wäre der größte Erfolg in der jungen Vereinsgeschichte. Aschau dürfte die Relegation nicht mehr zu nehmen sein. Im Tabellenkeller liefern sich Reit im Winkl und Übersee ein Schneckenrennen. Nur der direkte Vergleich (2:0, 2:2) spricht für das Grenzdorf, die Form (in der Rückrunde noch sieglos dagegen.

A-Klasse 3: Ein Sieg morgen in Taufkirchen reicht schon, dann hat der TSV Eiselfing den Ausrutscher Abstieg eindrucksvoll gleich wieder wettgemacht. Von den Verfolgern hat der SV Waldhausen nach dem Eiselfinger Sieg über Schonstett jetzt die besten Karten, in die Aufstiegsrunde zu kommen. Wenn sich der Ex-Bezirksoberligist bis dahin keine Ausrutscher mehr leistet, könnte er sich am letzten Spieltag in Eiselfing sogar eine Niederlage leisten. Edlings Zweite ist bereits abgestiegen, in den Kampf gegen die Relegation ist aber mindestens ein Quartett (Forsting, Wasserburg II, Rechtmehring und Taufkirchen) verwickelt.

A-Klasse 4: Der Dreikampf an der Spitze zwischen Mettenheim (44 Punkte), Burgkirchen (43) und der SGMarktl/Stammham (42) spitzt sich zu. Die direkten Duelle sind bereits absolviert, Ausrutscher gegen die Kellerkinder sind verboten. Dabei hatte Herbstmeister Mettenheim zwischenzeitlich schon sechs Zähler Vorsprung. Vom Abstieg bedroht ist neben den Reserven aus Töging, vom VfL Waldkraiburg und vom FC Mühldorf auch die DJK Emmerting.

A-Klasse 5: Am Wochenende wird es wohl noch nichts mit der Meisterschaft für die DJK Otting, die den Lokalrivalen aus Taching empfängt. Es sei denn, Verfolger Kirchweidach verliert vorher gegen die Kayer Zweite. Platz zwei dürfte dem Team aus dem Kreis Altötting aber kaum noch zu nehmen sein, weil der SV Kirchanschöring II nach der Winterpause schwächelte. Altenmarkt II und Garching II kämpfen am Sonntag gegeneinander vielleicht schon um die letzte Chance, noch zu Taching am rettenden Ufer aufzuschließen.

A-Klasse 6: Nur einen Punkt braucht Ruhpolding beim abstiegsgefährdeten Teisendorf II morgen, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Denn der SV Leobendorf hätte bei Punktgleichheit wegen des direkten Vergleichs (2:5, 1:4) deutlich das Nachsehen. Dem SVL (42 Punkte) sind Bayerisch Gmain (39) und Weildorf (38) noch auf den Fersen, die jeweils ein Spiel weniger ausgetragen haben – und die Leobendorfer müssen noch bei beiden Rivalen antreten. Im Abstiegskampf hat Freilassing II nur noch theoretisch eine Chance, doch läuft selbst Petting als Tabellensiebter noch Gefahr, auf den Platz in der Abstiegsrelegation zurückzufallen.

B-Klassen: Die zweite Mannschaft des TuS Bad Aibling steht in Gruppe 1 als Aufsteiger bereits fest. In der Gruppe 2 kann es ihr der FC Nicklheim am Wochenende gleichtun. Die SpVgg Jettenbach (Aufstieg nach vier Jahren) und der TSV Obertaufkirchen (nach zwei Jahren) haben in der Gruppe 4 alles klar gemacht.

C-Klassen: Genclerbirligi Wasserburg kann nach zwei Jahren die Rückkehr in die B-Klasse mit einem Sieg in Haag eintüten. Unterneukirchen II (ungeschlagen!) und Neuling SK Waldkraiburg sind in der Gruppe 4 schon durch, ebenso in der Gruppe 5 die DJK Raitenhaslach, die ebenfalls noch unbesiegt ist.

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