Rosenheim – Vorletzter Spieltag in der Fußball–Regionalliga Bayern. Noch zwei Spiele hat der TSV 1860 Rosenheim noch zu absolvieren. Und wollen die Sechziger auch nächste Saison in dieser Spielklasse mit von der Partie sein, wären zwei Siege, zumindest aber vier Punkte notwendig. Dass dann auch noch die Gegner patzen müssten, um den Klassenerhalt direkt zu sichern, zeigt wie angespannt die Situation an der Mangfall spätestens seit den beiden Niederlagen gegen Pipinsried und Illertissen ist. Am heutigen Samstag (Anpfiff 14 Uhr) reist das Team von Thomas Kasparetti ausgerechnet zum SV Schalding-Heining. Gegen die Niederbayern gingen die letzten vier Auswärtspartien allesamt verloren.
Markus Clemens, Sportlicher Leiter SV Schalding-Heining, sagt: „Wir wissen um die prekäre Situation des TSV 1860 Rosenheim. Aber wir schauen auf uns, die Situation des Gegners ist für uns nicht relevant. Wir wollen unseren treuen Zuschauern noch einmal ein gutes Spiel zum Saisonabschluss zeigen und nach Möglichkeit auch punkten.“
Thomas Kasparetti ist seit Anfang dieses Jahres Cheftrainer beim TSV 1860 Rosenheim und betrachtet man diese Spielzeit näher ist er dafür nicht immer zu beneiden. Als Paradebeispiel kann das Heimspiel gegen Illertissen herhalten. Vier Blackouts zerstören ein über 65 Minuten starkes Spiel komplett und lassen Spieler und Trainer nach der 3:4-Niederlage völlig konsterniert zurück.
Gegen den SV Schalding-Heining gibt es nun das erste von zwei Endspielen. Dabei sind die Niederbayern alles andere als Lieblingsgegner der Innstädter. Am Reuthinger Weg gab es in den letzten vier Spielen nichts zu holen. Doch in dieser Saison zeigt sich der SVS heimschwach. 16 Punkte aus 16 Heimpartien lautet die magere Bilanz der Passauer. Auf den zweiten Blick jedoch hat sich das Team von Stefan Köck im Jahr 2019 Zuhause deutlich formverbessert präsentiert und die beiden letzten Partien gewonnen. Vor allem das Mittelfeld um den Ex-Burghauser Philipp Knochner, Kapitän Stefan Rockinger und Standardspezialist Rene Huber ist Schaldings Trumpf.
Beim TSV 1860 Rosenheim bedient man sich derweil an den üblichen Kampfansagen. Bis zur letzten Minute wolle man fighten und kämpfen, so der Tenor. Nicht mithelfen wird dabei Georg Lenz. Der 27-jährige Abwehrspieler ist gelbgesperrt. Ob jedoch Kapitän Matze Heiss mit an Bord sein kann, wird sich erst noch am Spieltag entscheiden. Er leidet noch immer an muskulären Problemen. Dafür ist Luftetar Mushkolaj nach abgesessener Sperre wieder im Kader.
Natürlich stehen die Sechziger auf dem vorletzten Tabellenplatz und weisen nach zwei Niederlagen am Stück lediglich 31 Zähler auf, aber trotzdem ist noch alles möglich, zumindest ein Relegationsplatz (nur ein Punkt entfernt) ist völlig realistisch. Dafür müssen die Mannen von Trainer Thomas Kasparetti jedoch nun zwingend dreifach punkten.
„Wir haben definitiv ein mentales Problem. Es führen oft Kleinigkeiten oder eine kurze Phase von fehlender Konzentration zu schwerwiegenden Fehlern, und Gegentoren. Es ist sehr schade, da wir sehr viel investieren und viel zu selten unsere verdienten Früchte einfahren. Wir müssen versuchen wieder total an uns zu glauben und unseren Weg durchzudrücken, über volle 90 Minuten. Dann bin ich trotz der schwierigen Situation überzeugt, dass wir noch ausreichend Punkte holen werden um unser Minimalziel die Relegation noch erreichen zu können. Wir wollen mit aller Macht drei Punkte holen“, gibt sich Trainer Thomas Kasparetti kämpferisch. mpo