Rosenheim/Wasserburg – Während der TSV Wasserburg in der Fußball-Landesliga Südost als Meister feststeht, sind der SB Rosenheim und der SBC Traunstein noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Beide Teams bestreiten heute Heimspiele.
Das letzte Wochenende lief nicht optimal für den Sportbund Rosenheim: Beim Auswärtsspiel in Wasserburg gab es nach einer couragierten zweiten Hälfte gegen den Meister und Aufsteiger den k. o. in der Nachspielzeit. Moosinning sicherte sich einen Punkt gegen Pfarrkirchen und Traunstein gewann 5:0 beim heutigen Sportbund-Gegner Karlsfeld. Anstoß ist heute, Samstag, 14 Uhr, im Josef-März-Stadion.
Die Mannschaften im Kampf um den direkten Klassenerhalt sind damit wieder näher zusammen gerückt. Trotzdem könnte der Sportbund mit einem Heimsieg den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.
Bei drei Punkten Vorsprung auf die Relegationsränge hat der Sportbund den Joker in der Hinterhand, die direkten Saisonduelle gegen die Verfolger Moosinning und Traunstein gewonnen zu haben.
Mit einem Heimsieg würde man diesen Drei-Punkte- Vorsprung in den letzten Spieltag mitnehmen und könnte nicht mehr auf einen Relegationsrang zurückfallen.
Unterschätzen sollte man die Karlsfelder trotz der zuletzt schwächeren Ergebnisse (2:6 in Landshut und 0:5 gegen Traunstein) allerdings nicht.
Nach der Hinrunde lag die mannschaft aus dem Westen Münchens noch auf Rang fünf. Als Aufsteiger konnte man frühzeitig die Weichen auf Klassenerhalt stellen und kann ohne Druck in Rosenheim antreten.
Traunstein braucht einen Heimsieg
Das wird ein echtes Herzschlagfinale! Der SB Chiemgau Traunstein hat in der Fußball-Landesliga Südost drei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer und lediglich noch zwei Spiele Zeit, diesen aufzuholen. Andernfalls muss die Elf von Spielertrainer Yunus Karayün nachsitzen und erneut den Gang in die Relegation antreten.
Klar ist vor dem vorletzten Spieltag aber auch: Der SB Chiemgau wird beide seiner restlichen Spiele gewinnen müssen, wenn der Tabellenfünfzehnte noch eine Chance auf die direkte Rettung haben will und die Konkurrenz muss noch dazu patzen. Der SB DJK Rosenheim und der TuS Pfarrkirchen stehen mit jeweils 35 Zählern punktgleich über dem Strich. Der SB Chiemgau Traunstein und der FC Moosinning haben jeweils 32 Punkte gesammelt.
Der SB Chiemgau hat am 33. Spieltag jetzt erst einmal Heimrecht und empfängt am heutigen Samstag um 14 Uhr den Tabellenzehnten SV Erlbach zum Derby. „Wir werden wieder volles Risiko spielen“, sagt Yunus Karayün. „Etwas anderes bleibt uns auch gar nicht übrig.“
Die Erlbacher sind bereits gerettet. „Da gibt’s jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder sie spielen befreit auf oder sie lassen die Saison ausklingen.“ Aber, so Karayün weiter, das sei eigentlich ganz egal, denn: „Wir müssen zu 100 Prozent da sein.“ Der SBC-Spielertrainer hofft dabei auch auf eine lautstarke Fankulisse im heimischen Jakob-Schaumaier-Sportpark.
Mut macht Karayün auf jeden Fall der Blick auf die Rückrundentabelle. Der SB Chiemgau sammelte bisher 17 Punkte und steht damit im Mittelfeld. „Unsere Punkteausbeute in der Rückrunde ist gut – vor allem für den Altersdurchschnitt meiner Mannschaft“, sagte Karayün. Aber auch davon kann sich der SBC momentan noch nichts kaufen. Ein richtiger Erfolg wäre das erst, wenn die Traunsteiner den Klassenerhalt schaffen. Und das ist natürlich nach wie vor das Ziel.
Wasserburg: Meisterfeier 18. Mai
Nachdem die Wasserburger Löwen am vergangenen Wochenende unter großem Jubel die Landesligameisterschaft perfekt machen konnten und viel Bier durch viele Kehlen floss, wollen Spieler und Verantwortliche auch noch mit ihren zahlreichen Fans feiern. Deshalb ist nach dem letzten Heimspiel der Saison, am Samstag, 18. Mai, um 14 Uhr, gegen den TSV Grünwald, eine große Meisterschaftsfeier mit Biergartenbetrieb, 150 Litern Freibier und Livemusik geplant. Im Anschluss an das Spiel wird die Band InnKognito auftreten.
Doch zuvor müssen die Löwen heute, Samstag, 14 Uhr, noch in Simbach beim ASCK ran. Simbach, seit einiger Zeit schon als Relegant zur Bezirksliga feststehend, hat von den letzten fünf Partien nur einmal gewinnen können. Man wird das Spiel gegen Wasserburg deshalb als Vorbereitungsspiel auf die Relegationsspiele ansehen. Vor einem Jahr aufgestiegen, könnte es für die Niederbayern bereits wieder in die Bezirksliga zurückgehen.
Beim TSV, so hat Trainer Leo Haas bereits angekündigt, werden sicher einige Spieler Einsatzminuten bekommen, die bisher noch nicht so im Fokus standen. So könnte zum Beispiel Christoph Funkenhauser seinen ersten Landesligaeinsatz im Dress der Wasserburger feiern. Man wird das Spiel aber keineswegs auf die leichte Schulter nehmen und wird dem ASCK Simbach die Punkte auch sicher nicht kampflos überlassen. ben/bst/ms