Trainerkarussell dreht sich

von Redaktion

Starbulls Rosenheim auf der Suche nach Kofler-Nachfolger

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim sind auf Trainersuche – in doppelter Hinsicht: Nachdem zunächst Nachwuchscheftrainer und Junioren-Coach Thomas Schädler als Bundestrainer zum Verband gewechselt war, folgte am Montag die Trennung von Manuel Kofler als Trainer des Oberliga-Teams. Die Gerüchteküche brodelt, der erste Name ist bereits raus – die OVB-Sportredaktion stellt einige Kandidaten für die Kofler-Nachfolge vor.

Der Erstgenannte

John Sicinski wurde als erster Kandidat ins Gespräch gebracht. Der 45-jährige Deutsch-Kanadier kam 1998 als Spieler nach Deutschland, hatte Stationen in Miesbach, Straubing, Stuttgart, München, Deggendorf, Passau, Regensburg und Peiting, zumeist in der Oberliga und 2. Bundesliga. In Peiting begann auch 2014 seine Trainerkarriere. 2016 wechselte Sicinski nach Deggendorf, wo er 2018 den Aufstieg in die DEL2 schaffte, dann aber im Januar gefeuert wurde.

Der Erfahrene

Die Wege von Dave Rich und den Starbulls Rosenheim hatten sich in der Oberliga schon öfter gekreuzt – wird es jetzt ein gemeinsamer Weg? Der Deutsch-Kanadier kam 1990 als Stürmer über den Teich, die erste Station war Bad Wörishofen. Bis 2002 kamen Engagements in Wolfsburg, Duisburg, Ratingen, Wilhelmshaven, Adendorf, Amberg und Selb hinzu, Rich bestritt dabei Spiele von der DEL bis zur Regionalliga. Seine Trainerkarriere startete 2005 bei den Eisbären Juniors Berlin in der Oberliga, in der der 50-Jährige auch in Füssen, Bad Tölz, Landsberg, Passau, Sonthofen, Timmendorf und Halle als Coach fungierte. Bei den Saale-Bulls war Rich bis zum Februar beschäftigt.

Die Reizfigur

Beim Namen Tomas Martinec wird so mancher in der Rosenheimer Fankurve nervös. Der Deutsch-Tscheche hatte als Spieler in der Saison 2010/11 bei den Heilbronner Falken nicht unbedingt einen Beliebtheitspreis beim Starbulls-Publikum gewonnen. Davon mal abgesehen, hat der mittlerweile 43-Jährige eine bemerkenswerte Spielerlaufbahn mit DEL-Stationen in Kaufbeuren, Iserlohn, Mannheim und Nürnberg hinter sich, war als Spieler der deutschen Nationalmannschaft mehrfacher WM-Teilnehmer und spielte bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Seine Trainerkarriere startete er als Schüler-Coach in Mannheim, es folgten Oberliga-Stationen in Duisburg, bei den Hannover Scorpions, den Harzer Falken aus Braunlage und für rund drei Wochen beim EHC Waldkraiburg, ehe er in der vergangenen Saison in der AlpsHockey-League in Kitzbühel wirkte.

Die interne Lösung

Dass bei den Starbulls im Nachwuchs hervorragende Trainer angestellt sind, sieht man nicht nur am Beispiel von Thomas Schädler. Mit Oliver Häusler ist der Nachwuchs-Coach des Jahres bei der Jugend am Werk, Martin Reichel war jahrelang bereits als Co-Trainer von Franz Steer im Herrenbereich involviert. Hinzu kommt Rick Boehm, Deutsch-Kanadier mit Rosenheimer Spielervergangenheit. Der mittlerweile 59-Jährige war von 1992 bis 1996 als Spieler an der Mangfall aktiv und wurde damals sogar zum Nationalspieler mit WM-Teilnahme. 1998 beendete er seine Laufbahn in Bad Tölz, wo er später auch als Nachwuchstrainer begann. Neun Spielzeiten lang trainierte er den Tölzer Nachwuchs in der DNL (Deutsche Nachwuchs-Liga), es folgte ein Jahr im Herrenbereich in der DEL2. Seit dem vergangenen Sommer ist Boehm wieder in Rosenheim und trainiert dort die Knabenmannschaft.

Artikel 7 von 11