Für 1860 Rosenheim zählt nur ein Sieg

von Redaktion

Heute, 14 Uhr, Heimspiel gegen Bayreuth

Rosenheim – Spieltag Nummer 34 in der Fußball-Regionalliga Bayern. Während die Situation an der Tabellenspitze bereits geklärt und der Favorit FC Bayern München II als Meister feststeht, deutet am unteren Ende des Tableaus alles auf ein Herzschlagfinale hin. Während des abschließenden Samstag-Spieltags (alle Partien werden zeitgleich um 14 Uhr angepfiffen) wird wieder gerechnet, geflucht, gejubelt und an einigen Spielstätten nach 90 Minuten auch geweint werden. Damit dem TSV 1860 Rosenheim Tränen zumindest an diesem Wochenende erspart bleiben, ist ein Heimspiel-Sieg gegen die SpVgg Bayreuth Pflicht.

Zwei Teams steigen direkt ab und zwei Teams gehen in die Relegation. Selbst wenn durch den Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt 04 (falls die Profis den Gang in die Dritte Liga antreten müssen) oder den Aufstieg des FC Bayern München II die Vorgaben noch etwas durcheinandergeworfen werden könnten, werden Thomas Kasparetti und seine Spieler derlei Rechenspiele vor der Begegnung sicherlich vermeiden und ausnahmslos die Fakten bewerten. Und diese besagen, dass man derzeit mit 34 Punkten auf Tabellenplatz 16 rangiert – ein Relegationsplatz. Dahinter lauern Pipinsried (33 Punkte) und Heimstetten (32 Punkte). Den ersten Platz zum direkten Klassenerhalt hat der VfR Garching mit 38 Punkten inne, weshalb sich dieser Platz nicht in Reichweite für die Sechziger befindet. Kurzum: Rosenheims Ziel am 34. Spieltag der vierthöchsten Fußballliga Deutschlands lautet „Relegationsplatz sichern“. Dies ist wohl nur mit einem Sieg gegen Bayreuth möglich, das ohne jegliche Sorgen im Gepäck ins Jahnstadion reist. Bis zum 13. Spieltag hatte man die rote Laterne inne. Es folgte ein Trainerwechsel zu Ex-Profi Timo Rost, personelle Nachverpflichtung sowie die Rückkehr von Leistungsträgern und Bayreuth eilte im Spätherbst von Sieg zu Sieg. In den letzten Wochen hatte das Team, aus dem die Torjäger Ivan Knezevic und Shpetim Sulejmani herausstechen, jedoch einen kleinen Durchhänger mit vier sieglosen Begegnungen in Folge. Bis zum letzten Samstag, denn da gewann man souverän mit 4:1 gegen den TSV Buchbach.

Top-Torschütze Einsiedler fehlt

Auch der TSV 1860 Rosenheim gewann am vergangenen Wochenende – 3:1 gegen den SV Schalding-Heining. Gegen die Oberfranken wird Rosenheims Trainerteam Kasparetti/Straßhofer seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche etwas umbauen müssen, da Top-Torschütze Markus Einsiedler mit einer Gelbsperre zum Zuschauen verdammt ist und somit Durchschlagskraft im Angriffsspiel der Innstädter fehlen könnte. Auch ist der Einsatz von Matze Heiß fraglich, er laboriert weiterhin an Muskelproblemen. Dafür darf Georg Lenz nach überstandener Sperre wieder mitwirken. Sogar Mike Neumeier zählt nach langer Zeit wieder zum Kader des Regionalligisten.

Die Devise für diese Partie kann nur lauten: „Alles raushauen“. Was anschließend dabei rauskommt, wird man nach 90 intensiven Minuten wissen. Oder vielleicht sogar noch später.

Trainer Thomas Kasparetti: „Wir werden mutig auftreten und, sofern es die Situation zulässt, auch Druck ausüben, dürfen gleichzeitig aber nicht zu offen stehen. Bayreuth hat brandgefährliche Angreifer, da müssen wir höllisch aufpassen, die richtige Balance zu finden. Ein Sieg ist Pflicht, alles andere zählt auch gar nicht. Wir haben letzte Woche wieder mal gezeigt, was in uns steckt und auch verdient drei Punkte aus Schalding mitgenommen. Wir gehen wirklich sehr positiv in das letzte Saisonspiel und auch wenn es sich etwas komisch anhört, würden wir uns auf die möglichen Relegationsspiele freuen. Doch so weit möchten wir eigentlich noch gar nicht denken, erst müssen wir unsere Hausaufgaben am letzten Spieltag erledigen, dann gehen wir vermutlich in die Saisonverlängerung.“

Bayreuths Trainer Timo Rost sagt vor dem letzten Spiel in Rosenheim: „Es ist toll, dass uns so viele Fans zu diesem Spiel begleiten werden. Allein deswegen werden wir noch einmal alles geben, um die Saison gemeinsam mit einem Sieg zu beenden.“ mpo/dme/re

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