Erste Tränen sind schnell getrocknet

von Redaktion

Kolbermoors Damen blicken bereits voraus

Kolbermoor – Die Bundesliga-Tischtennis-Damen des SV-DJK Kolbermoor haben ihren Titel als deutscher Mannschaftsmeister, den sie im vergangenen Jahr errungen haben, nicht verteidigen können. Nach einem 5:5 im ersten Finalspiel mussten sie in der zweiten Begegnung eine 3:6-Niederlage gegen den neuen Titelträger TTC Berlin eastside hinnehmen.

Es gibt jetzt natürlich viele Ansatzpunkte, wo die Meisterschaft verloren wurde. Kolbermoors Trainer und Abteilungsleiter Michael Fuchs erklärte: „Die Meisterschaft hat sich letztlich im hinteren Paarkreuz entschieden.“ Darin pflichtete ihm auch Berlins Manager Andreas Hain bei. Während im ersten Spiel „hinten“ drei Punkte – einmal durch Sabine Winter und zweimal durch Svetlana Ganina – für Kolbermoor kamen, ging man in der Bundeshauptstadt mit drei Niederlagen vollkommen leer aus.

Im vorderen Paarkreuz holte man aus den beiden Begegnungen immerhin vier Punkte, wobei auch hier eine andere Bilanz möglich gewesen wäre. Am Freitag fiel die Ausbeute hier mit einem Punkt etwas kläglich aus. Dabei hätte man durchaus für ein anderes Ergebnis sorgen können. Jia Liu lag nämlich gegen Xiaona Shan schon mit 2:0 Sätzen in Führung und hatte in Durchgang Nummer drei einige Matchbälle, die sie vergab, ehe sie im fünften Satz mit 11:13 in der Verlängerung den Kürzeren zog. Andererseits lieferte Sabine Winter am Sonntag im ersten Paarkreuz zwei Galaauftritte ab und sorgte besonders mit ihrem zweiten Einzelsieg kurzzeitig dafür, dass Kolbermoor weiter vom Titel träumen durfte.

Die schlechteste Bilanz erzielte man in den Eingangsdoppeln. Nur einer von vier möglichen Zählern blieb übrig. „Das war schlecht. Die Doppel sind unserer Stärke. Ich habe am Sonntag damit gerechnet, dass wir aus den Doppeln mit einem 1:1 herausgehen können“, sagte Fuchs.

Berlins Manager Hain freute sich über den Titelgewinn: „Wir haben den Meisterpokal wieder dort, wo er hingehört.“ Fuchs entgegnete: „Wir haben den Pokal diesmal nur an Berlin ausgeliehen. Wir sind zwar jetzt ein wenig enttäuscht. Keiner verliert gerne ein Finale um die deutsche Meisterschaft. Wir können uns insgesamt trotzdem freuen. Wir waren im Finale und sind Pokalsieger. Ob mit Susi (Jia Liu, d. Red.) am Sonntag auch alles so geklappt hätte, ob sie beide Spiele gewonnen hätte, weiß man nicht.“ Die Austro-Chinesin, die berufsbedingt beim Rückspiel nicht dabei war, ärgerte sich wohl am meisten. „Ich musste für mein Unternehmen bei den Bäckertagen in Asten dabei sein. Das ist der wichtigste Termin des Jahres mit Kunden aus aller Welt.“

Die Kolbermoorer Mannschaft spielte in der Besetzung Jia Liu, Kristin Lang, Sabine Winter, Svetlana Ganina und Katharina Michajlova das letzte Mal zusammen. Winter wechselt nach Schwabhausen, Michajlovas neuer Verein steht noch nicht fest. Beide wurden im letzten Heimspiel verabschiedet. „Wir werden jetzt erst einmal alles sacken lassen. In den nächsten Tagen machen wir den Terminplan und setzen und auch mit unseren Neuzugängen zusammen“, sagt Fuchs.eg

Artikel 6 von 11