Esterlechner holt zweimal EM-Gold

von Redaktion

Bad Endorferin bei Berglauf-Titelkämpfen

Johannesbad – Mit zwei Goldmedaillen überraschte Kerstin Esterlechner vom Lauffeuer Chiemgau aus Rosenheim bei den Berglauf-Europameisterschaften im tschechischen Johannesbad.

Die Veranstalter der diesjährigen Titelkämpfe präsentierten eine anspruchsvolle Distanz über 8600 Meter und anspruchsvollen 650 Höhenmetern. Steile und steinige Abschnitte auf den Schwarzen Berg, dem „Cerná hora“, im östlichen Teil des Riesengebirges verlangten noch oben drauf ein Höchstmaß an Kondition. Als einzige Athletin aus der Region war Kerstin Esterlechner aus Bad Endorf mit von der Partie. Bereits früh nach dem Startschuss am Kolonnaden Platz in Johannesbad ergriff die erfahrene Läuferin die Initiative und arbeitete sich weit nach vorne in die Spitzengruppe der Frauen W35. Auf der schweren Piste bis auf den Gipfel des Schwarzen Berges zeigte die 38-Jährige eine gute Taktik und spielte ihr läuferisches Können voll aus gegen ihre völlig unbekannten Gegnerinnen. Ihr Einsatz wurde schließlich redlich belohnt: Im Felde der zwölf Starterinnen wurde Kerstin Esterlechner neue und zugleich überraschende Europameisterin der Frauen W35. Mit 49:08 Minuten feierte sie ihren Gold-Triumph vor Edyta Lewandowska aus Polen mit 49:55 Minuten und Charlotte Cotton aus Belgien mit 51:11 Minuten.

Weitergefeiert wurde in der Mannschaftswertung: Das deutsche Team mit Kerstin Esterlechner, Kathrin Schichtl (Lauftreff Hohenems) und Vivien Never (SG Adelsberg) wurde ebenfalls Europameister. Mit 16 Platzierungspunkten schoben sie sich hauchdünn vor die Gastgeberinnen aus Tschechien mit 17 Zählern. Die Lauffeuer-Athletin erzielte mit diesen beiden Goldmedaillen damit übrigens den größten Vereinserfolg in dieser Saison.stl

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