Prien/Traunstein – Der TSV Teisendorf ist Meister in der Fußball-Kreisliga 2 und steigt in die Bezirksliga auf. Die Elf von Trainer Andreas Brandl sammelte in 26 Spielen 58 Punkte und hatte am Ende elf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten TSV Waging (47). Die „Seerosen“ konnten den Relegationsplatz durch einen Sieg am letzten Spieltag behaupten und setzten sich auch in der ersten Runde der Relegation zur Bezirksliga gegen den TSV Emmering durch – allerdings kam dann gegen den Münchner Kreisliga-Vizemeister SpVgg 1906 Haidhausen das Aus.
Auf dem dritten Platz steht der TSV Peterskirchen mit 45 Punkten. In der ganzen Saison kassierte Peterskirchen zu Hause keine einzige Niederlage und belegt in der Heimtabelle den zweiten Platz. Meister Teisendorf ist mit zehn Siegen vor heimischer Kulisse auch in dieser Rubrik ganz vorne. Der TuS Traunreut, der zur Winterpause noch zwei Punkte hinter Teisendorf stand, musste in der Rückrunde abreißen lassen und steht am Ende mit 40 Punkten auf dem vierten Platz. Einen inoffiziellen Titel konnten sich die Traunreuter aber sichern: In der Fairnesstabelle steht die Mannschaft von Trainer Adrian Klein auf dem ersten Platz. In diesem Klassement ganz hinten steht hingegen der SV Riedering, der mit vier Gelb-Roten und drei Roten Karten insgesamt sieben Platzverweise sammelte.
Der SC Inzell, der SV Kay und der TSV Siegsdorf stehen am Ende der Saison allesamt bei 38 Punkten. Mit 14 Unentschieden sind die Spieler aus Kay deutlich die „Remiskönige“ der Liga. Insgesamt kassierte der SVK nur vier Niederlagen – bei etwas mehr Siegen statt Unentschieden hätte man aktiv ins Aufstiegsrennen eingreifen können.
Dem achtplatzierten BSC Surheim (36 Punkte) folgt der TuS Prien, der bei 35 Punkten als einziges Team ein neutrales Torverhältnis aufweist – 41 erzielten Toren stehen 41 Gegentreffer gegenüber. Ex-Profi Maximilian Nicu, der in Prien seine erste Trainerstation bekleidet, hätte bei seinem Debüt gerne eine bessere Platzierung errungen. Der ehemalige Bundesliga-Profi von Hertha BSC Berlin und dem SC Freiburg kickte im Frühjahr selbst des Öfteren mit und erzielte sechs Tore. Den zehnten Platz belegt der FC Hammerau mit 34 Punkten.
Vor allem im Keller hielt der letzte Spieltag noch mal einiges an Spannung parat. Um den letzten Platz über dem Strich ging es für den TSV Altenmarkt und den SV Riedering im Fernduell. Der TSV Altenmarkt lag nach 70 Minuten mit 1:3 gegen Hammerau zurück, konnte aber noch einen Punkt holen. Da der SV Riedering in Kay nicht über ein 0:0 hinauskam, stand der Klassenerhalt für Altenmarkt (27 Punkte) fest. Alle drei Tore erzielte Spielertrainer Sebastian Leitmeier, der sich somit im letzten Moment auch die Torjägerkrone sicherte.
Riedering (26 Punkte) und der SB Chiemgau Traunstein II (21 Punkte) mussten in der Relegation nachsitzen und schafften es dort nicht, sich ein weiteres Kreisliga-Jahr zu sichern. Der SV Seeon/Seebruck ist als abgeschlagenes Schlusslicht (seit dem 14. Spieltag immer Letzter) mit 13 Punkten in die Kreisklasse abgestiegen. Der SVS stellt sowohl die schlechteste Offensive als auch die schlechteste Defensive der Liga. 26 erzielten Treffern stehen 59 Gegentore gegenüber. Auch die Landesliga-Reserve des SB Chiemgau Traunstein musste dem Gegner 59-Mal beim Jubeln zusehen.
Am häufigsten traf der Meister TSV Teisendorf. 55 Tore aus 26 Spielen bedeuten im Durchschnitt mehr als zwei Tore pro Spiel. Die wenigsten Gegentore kassierte der TSV Peterskirchen, der nur 22 Treffer hinnehmen musste. Sowohl Teisendorf als auch Peterskirchen weisen mit +26 eine sehr gute Tordifferenz auf.
Beachtlich ist auch, dass der Meister aus Teisendorf ab dem zweiten Spieltag immer auf einem der ersten beiden Plätze stand. Der TSV Peterskirchen drehte vor allem in der Rückrunde auf: Von Platz elf arbeitete sich der Club bis auf den dritten Platz vor. Den höchsten Sieg der Saison feierte der TuS Traunreut am fünften Spieltag beim 7:1 über den SV Riedering. Dieses Spiel war gleichzeitig das torreichste in der gesamten Saison. Häufig mit Toren geizte hingegen der SC Inzell. Vier Spiele mit Inzeller Beteiligung endeten 0:0. Insgesamt fielen in 182 Spielen 566 Tore – durchschnittlich also 3,1 Tore pro Spiel.
Torschützenliste
21 Tore: Sebastian Leitmeier (TSV Altenmarkt).
20 Tore: Robert Stallmayer (BSC Surheim).
17 Tore: Christoph Mitterauer (TSV Teisendorf).
13 Tore: Andreas Panitz, Fabian Zeidler (beide SC Inzell).
11 Tore: Ersel Aydinalp (TuS Traunreut), Julian Boddeutsch (TuS Prien), Christoph Kahl (SV Riedering).
10 Tore: Nicolai Estermann (TuS Prien), Michael Fuchs (SV Kay), Manuel Schlesak (TSV Siegsdorf).