Waging klopft zweimal am Aluminium an

von Redaktion

RELEGATION ZUR BEZIRKSLIGA Emmering holt 0:0 im Hinspiel bei den „Seerosen“

Waging – Es war nicht Fisch und nicht Fleisch: Der TSV Waging und der TSV Emmering haben sich im Hinspiel der ersten Relegationsrunde zur Fußball-Bezirksliga Ost mit einem 0:0-Remis getrennt. Ob die Vorteile deshalb auf Seiten des Kreisliga-1-Vizemeisters liegen, der ja am Samstag um 17 Uhr im Retourmatch im Pfarrbachstadion zu Hause antreten darf, muss man jedoch erst abwarten.

Emmerings Abteilungsleiter Michael Maier attestierte den „Seerosen“, „dass sie am Anfang bissiger waren, während wir nicht richtig ins Spiel gekommen sind“. Insofern hätten sich auch zwei, drei hochkarätige Chancen für die Ali-Gezer-Truppe ergeben, so Maier, die die Gäste mit viel Glück ungeschoren überstanden.

In der 27. Minute war es die Latte, die nach einem Kopfball von Niklas Maier nach Ecke von Tobi Hösle für Schlussmann Andreas Kleingütl rettete, und nur kurz darauf visierte Dennis Baumgartner nach toller Kombination über Michael Auer und Manuel Sternhuber aus spitzem Winkel den Pfosten an. Doch dieses doppelte Waginger Aluminium-Pech war beileibe nicht alles im ersten Durchgang. So wurde Bernhard Mühlbacher von einem Emmeringer hart attackiert, kam deshalb ins Straucheln und schloss trotzdem ab – der Keeper parierte. Nach neuerlichem Hösle-Standard – einem Freistoß von der linken Seite − wurde von den Gästen gerade noch auf der Linie geklärt. Doch auch die Mannen von Christian Kramlinger hatten ein, zwei (Halb-)Chancen, welche jedoch von Maxi Bösch im Waginger Kasten entschärft wurden – unter anderem klärte der Torwart gegen Goalgetter Michael Tuscher (33.). So ging’s mit einem für Emmering schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen des Wilhelm-Scharnow-Stadions, das mit 650 Zuschauern bestens besucht war.

Nach der Pause verlief die Partie ausgeglichen, laut Wagings Abteilungsleiter Stefan Hinterreiter war „jetzt nicht mehr so viel Zug drin“. Maier lobte vor allem die kämpferische Einstellung der Gäste: „Wenn man bedenkt, dass fast die halbe Mannschaft ab der 70. Minute durch Krämpfe und Verletzungen geschwächt war, so haben wir uns wirklich toll durchgebissen.“ Nach dem 0:0 seien vor allem auch die Chancen fürs Rückspiel intakt. Nennenswerte Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit – die sich überwiegend zwischen den Strafräumen abspielte – hatten eigentlich nur noch Niklas Maier auf Waginger Seite (59./Freistoß drüber) und Christoph Kirchlechner bei den Gästen, der ebenfalls das Gehäuse verfehlte (76.). „Aus meiner Sicht ist es schade, dass wir unsere Möglichkeiten nicht in ein Tor ummünzen konnten“, klagte Hinterreiter, dem bewusst ist: „Jetzt steht uns ein harter Kampf in Emmering bevor.“cs

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