Emmering erst nach der Pause mit Biss

von Redaktion

RELEGATION ZUR BEZIRKSLIGA Waging zieht mit 1:1 in die entscheidende Runde ein

Emmering – Saisonende für den TSV Emmering, Bezirksliga-Hoffnungen dagegen auf Waginger Seite – dieses Fazit kann man nach dem 1:1-Remis im Rückspiel der ersten Relegationsrunde im Pfarrbachstadion ziehen. Die sensationelle Heim-Serie der Kramlinger-Truppe hielt zwar vor gut 800 Fans weiter an (Emmering ist seit gut zwei Jahren zu Hause unbesiegt), doch die „Seerosen“ zogen dank des 0:0 im Hinspiel und des Europapokal-Modus in die zweite und entscheidende Runde ein. In der treten sie am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr bei der SpVgg 1906 Haidhausen an, ehe sie die Münchner am kommenden Samstag, 15 Uhr, im Wilhelm-Scharnow-Stadion zum alles entscheidenden Rückspiel empfangen.

„Waging war in drei der vier Halbzeiten die bessere Mannschaft und ist verdient weitergekommen“, sagt Emmerings Innenverteidiger und Abteilungschef Michael Maier, der mit der gesamten Saison natürlich dennoch sehr zufrieden war, auch wenn man diese nicht krönen konnte. Für Emmerings Trainer Christian Kramlinger war es ebenso das letzte Spiel wie auf der anderen Seite für Ali Gezer, der sich in den Türkei-Urlaub verabschiedet hat. „In der ersten Halbzeit haben wir unsere beste Saisonleistung gezeigt“, erklärte Gezer.

In Durchgang zwei steigerte sich jedoch der Vizemeister der Kreisliga 1. „Jetzt haben wir auch mehr Biss gezeigt“, so Michael Maier. Doch mehr als der Ausgleich durch einen sehenswerten Kopfball des zur Halbzeit eingewechselten Maximilian Gressierer (56./ nach Ecke) war letztlich nicht drin. Das lag auch daran, dass der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Christian Breu aus seinen zwei guten Möglichkeiten ebenso wenig Kapital schlagen konnte wie Martin Breu aus einem Freistoß, den Gäste-Goalie Manfred Sommerauer unschädlich machte.

In der ersten Halbzeit waren jedoch die Waginger das klar bessere Team und hätten auch deutlicher als nur 1:0 führen können. Doch Hannes Maierhofer brachte bei drei Top-Möglichkeiten die Kugel nicht am starken Keeper Andreas Kleingütl vorbei. Für den einzigen „Seerosen“-Treffer hatte Bernhard Mühlbacher gesorgt, als er in der 26. Minute nach einem weiten Ball am schnellsten reagierte, auch noch an Kleingütl vorbeizog und das Runde im Eckigen unterbrachte.

In Gezers Augen sei der Schlüssel zum Erfolg vor allem auch die Tatsache gewesen, dass man in der Defensive nicht viel anbrennen ließ. „Wenn ich mir beide Spiele anschaue: Da haben wir in 180 Minuten nur eineinhalb bis zwei Emmeringer Chancen zugelassen“, meint der frühere Landesliga-Spieler des ESV Freilassing, der nun in den beiden letzten Saisonspielen von Co-Trainer Veit Gröbner vertreten wird.

Eine umstrittene Entscheidung war übrigens in der 87. Minute die Rote Karte, die Referee Felix Otter (SV Reichertsheim) dem Emmeringer Martin Breu nach einer vermeintlichen Attacke an Gäste-Kapitän Manuel Sternhuber unter die Nase hielt. „Er hat ihn gar nicht getroffen“, rechtfertigt Michael Maier die Aktion seines Teamkollegen. „Das war eine harte Entscheidung“, meint Wagings Spartenboss Stefan Hinterreiter.cs

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