Vogtareuth – Zur Winterpause sah es für den SV Vogtareuth auf der Titeljagd in der Fußball-Kreisklasse 2 nicht so rosig aus. Dann aber legten die Mannen von Trainer Harry Mandl aber los und blieben im Frühjahr ungeschlagen. Der Lohn: dervorzeitige Meistertitel. Mandl, der Vogtareuth in Richtung SB Rosenheim verlassen hat, erzählt im Interview über die Wende und seinen Torjäger.
Was war denn das Erfolgsgeheimnis?
Wir haben im Winter umgestellt, weil wir zu viele Gegentore bekommen haben. Gerade vor der Winterpause haben wir in den Spielen gegen Obing und Schechen in der Defensive nicht gut ausgeschaut, die Abstände zwischen Mittelfeld und Abwehr waren zu groß. Dann habe ich mich mit den Verantwortlichen und der Mannschaft zusammengesetzt: Wir mussten hinten die Bude dicht halten. Die Mannschaft hat das dann gut umgesetzt. Ein Garant war auch Torwart Daniel Witek, der eine starke Rückrunde gespielt hat.
War es nicht besser, vom Gejagten plötzlich zum Jäger zu werden?
Wir hätten schon vor der Winterpause gerne gleichgezogen. Obing war bärenstark, Amerang in keinster Weise abgeschlagen und Schechen schon sechs Punkte voraus. Es hat keiner damit rechnen können, dass die beiden so schnell zurückfallen und Schechen dann auch etwas auslässt. Letztlich war die Situation für uns phsychisch besser, das stimmt.
Sie haben auch den Torschützenkönig der Liga in ihren Reihen. Michael Altmann hat 28 ihrer 44 Tore erzielt. Beschreiben Sie ihn bitte!
Ich finde ihn sensationell, er ist ein absoluter Killer, weil er auch aus dem Nichts seine Tore macht. Er brennt, die Energie, die in ihm steckt, die muss man aber auch leiten – das ist mir in den beiden Jahren sehr gut gelungen, er ist zweimal bester Torschütze geworden. Es gibt auch selten so einen Stürmer, der sich mit Verein und dem Drumherum so identifiziert. Ohne ihn wären wir sicherlich nicht aufgestiegen. Er kann aber noch viel mehr, seine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Interview: Neumeier